Der Bau der rund vier Millionen Euro teuren Dreifeld-Sporthalle in Staßfurt-Nord rückt in greifbare Nähe. Damit geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.

Staßfurt l Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) hatte am Sonnabend auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Staßfurt zum wiederholten Mal ein Handballspiel des HV Rot Weiss in der Paul-Merkewitz- Halle in Staßfurt besucht.

"Obwohl das Spiel gegen den Tabellendritten knapp mit 27:28 verloren ging, konnten die Zuschauer eine äußerst erfreuliche Mitteilung mit nach Hause nehmen. Denn Stahlknecht verkündete allen Zuschauern vor dem Spiel die freudige Nachricht, dass die Landesregierung die Gelder für den Bau der neuen Sporthalle bewilligt hat", sagte der Pressesprecher des CDU-Ortsverbandes Staßfurt Oliver Walter der Volksstimme.

Staßfurts Oberbürgermeister René Zok reagierte erfreut auf diese Nachricht und bestätigte, dass ihn diese Information bereits bei Gesprächen mit Vertretern des Landesverwaltungsamtes erreicht hatte. Weiterhin informierte er, dass das Landesverwaltungsamt derzeit den Fördermittelantrag gemeinsam mit anderen Behörden prüft und die förderfähigen Kosten ermittelt. Zok: "Von diesen förderfähigen Kosten sollen dann 50 Prozent durch das Land bereitgestellt werden."

Das Stadtoberhaupt hofft, vom Land möglichst eine hohe Summe für das Projekt zu bekommen. Geplant war von der Stadtverwaltung ein Zuschuss in Höhe von rund 1,9 Million Euro. Zum Bearbeitungsstand informierte der Oberbürgermeister, dass der Bauantrag bereits zur Bearbeitung beim Salzlandkreis eingereicht wurde und dort bereits bearbeitet wird. "Zeitgleich läuft das B-Plan-Verfahren", so Zok. Er nutzte die Gelegenheit, sich beim Salzlandkreis für die konstruktive Unterstützung zu bedanken und beim Land für die Zusage, den Staßfurter Sporthallenbau zu fördern.

Damit geht ein langgehegter Wunsch der Bürger sowie der Handballspieler der Stadt in Erfüllung. Denn diese Drei-Feld-Sporthalle, die in Staßfurt-Nord errichtet werden soll, soll nicht nur dem Schulsport dienen, sondern auch für Handballspiele genutzt werden und damit die stark sanierungsbedürftige Paul-Merkewitz-Halle ersetzen.

"Die neue Halle wird über eine Sportfläche von insgesamt 27 mal 45 Meter verfügen, die durch Trennvorhänge in drei Trainingsfelder von jeweils 27 mal 15 Meter unterteilt werden kann", sagte Planer Harald Bohndorf, der das Projekt in der Stadtratssitzung im Dezember des vergangenen Jahres erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt hatte.

In diesem Haus werden insgesamt 600 Zuschauer Platz nehmen können durch ausfahrbare Tribünen im Erdgeschoss und feste Tribünenplätze im Obergeschoss. Das Verschieben ermöglicht mehr Sportfläche für den Trainingsbetrieb. Hinzu kommen weitere rund 100 Stehplätze, sagte Bohndorf.

Er verwies darauf, dass in dem Objekt, das eine Fußbodenheizung erhalten soll, insgesamt sechs Umkleidebereiche, davon zwei in behindertengerechter Ausführung, geplant werden.