Am Ostersonnabend brannten wieder überall die traditionellen Osterfeuer. In Atzendorf gab es sogar zwei.

Förderstedt l In Atzendorf war die Feuerwehr in diesem Jahr erstmals vom Bornschen Weg am Nordrand an den Glöth-schen Weg am Südrand des Ortes mit ihrem Osterfeuer umgezogen. Der darin einmündende Ginsterweg diente zusätzlich noch als Anmarschweg für die Einwohner.

Der große Haufen Brenngut war wie ein Kranz von trockenem Stroh umgeben. Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr postierten sich nach einer kurzen Besprechung und einem Gruppenbild mit brennenden Fackeln, betreut von den aktiven Kameraden im Abstand von etwa drei Meter drum herum und zündeten das Feuer schon 18.30 Uhr problemlos. Und gleich danach rückten auch die Atzendorfer in Scharen an. Zwei Seniorinnen hatten sich gleich zuerst mit einem Imbiss versorgt und waren so in bester Stimmung. Hier war auch von Würstchen und Steaks vom Grill bis zu sanften und härteren Getränken für alles gesorgt.

Ein zweites Osterfeuer hatte parallel die ZLG Atzendorf auf dem Sportplatzgelände entfacht. Auch hier herrschte beste Stimmung.

In Üllnitz wurde das Feuer eine Stunde später gezündet. Lange vorher schon fand der Verkauf von Fackeln und Lampions an die Eltern der anwesenden Kinder statt. Der vierjährige Finn Blenke, der mit seinen Eltern in jedem Jahr aus der Kernstadt nach Üllnitz kommt, schwenkte seine Fackel ganz stolz. Und als dann auch die Jugendfeuerwehr damit ausgerüstet war und der Spielmannszug aus Biere pünktlich eingetroffen war und einen kleinen wärmenden Umtrunk genossen hatte, konnte es losgehen. An der Spitze die Kameraden und der Spielmannszug, seitlich umgeben von der Jugendwehr mit brennenden Fackeln und dahinter fast alle Einwohner, so ging es mit Musik und einer Runde durch das Dorf zum Brennplatz an der Straße nach Glöthe. Hier zündete die Jugendwehr mit ihren Fackeln das Feuer, und alle vergnügten sich bei Speis und Trank, Musik und vielen anregenden Gesprächen am brennenden Feuer bis in die späte Nacht.

In Förderstedt war der riesige Holzhaufen nicht in der Höhe, sondern in der Fläche umfangreich aufgebaut und brannte gegen 19 Uhr schon in vollem Umfang. Karussells und Imbißstände waren hier etwas abseits vom Feuer aufgebaut. "Das hängt mit den Anschlussmöglichkeiten für die Stromversorgung zusammen", erklärte Wehrleiter Hans-Jürgen Lärz. Aber bei Glühwein und Imbiss-angeboten kamen geschätzt über 500 Einwohner am wärmenden Feuer in bester Stimmung zusammen. Hier trafen sich auch eine größere Schar von Schülern der Förderstedter Sekundarschule, die sich zu einem Treff am Feuer verabredet hatten. Luise Schubert und Alexander Stuck aus Förderstedt sowie Philipp Schuchardt aus Kleinmühlingen fungierten als Sprecher und erklärten: "Alles im grünen Bereich. Wir fühlen uns hier wohl beim Osterfeuer." Sie brachten auch noch zum Ausdruck, dass man diesen traditionellen Brauch so kurz vor Ostern unbedingt beibehalten solle. Und Wehrleiter Lärz nutzte die Gelegenheit gleich, als er erklärte: "Das ist unser Nachwuchs, den wir bei der Feuerwehr brauchen", und kündigte eine Werbeveranstaltung in der Sekundarschule für die nächste Zeit an.

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