In Hecklingen hat ein Frühjahresputz am Sonnabend den freiwilligen Helfern bei schönstem Wetter gute Laune beschert. Auch das Ergebnis der Arbeit stimmte zuversichtlich. Die Aktion wurden wieder aus der Taufe gehoben und soll keine "Eintagsfliege" bleiben.

Hecklingen l Wer am Sonnabendvormittag auf der Staßfurter Straße in Hecklingen unterwegs war, konnte eine ehrenamtliche Putzkolonne gar nicht übersehen. Wie in anderen Städten auch, führten die Helfer einen freiwilligen Frühjahresputz durch. Seit vielen Jahren war eine solche Aktion wieder in die Wege geleitet worden.

Stadtrat Roger Stöcker war am Sonnabend ebenfalls dabei. Er hatte bereits im Herbst des vergangenen Jahres eine ähnliche Maßnahme gestartet. "Unsere Initiative greift seinen Aufruf auf", erklärte Ortsbürgermeisterin Elke Atzler. Die Hecklingerin packte am Sonnabend ebenfalls selbst mit an. "Wir haben versucht, mehr Leute als im Herbst mit an Bord zu holen", sagte sie. Das sei auch geglückt. Denn viele Vereine wurden im Vorfeld angesprochen. Unter dem Motto "Hecklingen putzt sich" sorgten unter anderem die zwei Kleingartenvereine des Ortes am Sonnabend für Sauberkeit in ihren Anlagen. Die Schützengilde aus Hecklingen hatte bereits vor Ostern einen Arbeitseinsatz auf ihrem Stand durchgeführt. Im Schulgarten der Grundschule trafen sich Eltern und Lehrer, um zusammen klar Schiff zu machen. Auch der Freundeskreis der Basilika Hecklingen trage zur Putzaktion bei. Der Jugendclub des Ortes habe sich vorgenommen, den Bolzplatz am Spielplatz in Schuss zu bringen, zählte Elke Atzler viele Helfer des Ortes auf.

Wichtig ist der Ortsbürgermeisterin, dass die Aktion keine "Eintagsfliege" bleibt, sondern Schule macht. "Sie kann wachsen", meint Elke Atzler mit viel Zuversicht.

Die gemeinsame Arbeit am Sonnabend stimmte alle Helfer optimistisch. Gerhard Meyer vom Männerchor war auch dabei. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Uwe Ammer und Stadtrat Roger Stöcker und seine ganze Familie blickten voll beschäftigt bei der Arbeit selbst für ein Foto kaum auf.

So wurden die Gehwege in der Staßfurter Straße von viel überstehendem Gras befreit. Der gesamte Spielplatz wurde von Müll, Glasscherben und Gestrüpp bereinigt. Auch die Anlage am Denkmal an der früheren Post sieht jetzt wieder ansehnlich aus.

"Wir müssen schauen, dass wir als Kommunalpolitiker nicht nur fordern, sondern auch voran gehen", findet die Ortsbürgermeisterin. Roger Stöcker schließt sich da an: "Wir müssen zeigen, dass wir nicht nur daherreden, sondern dass wir was für Hecklingen tun. Besonders freut mich, dass sich diesem Gedanken auch einige Bürger angeschlossen haben." Ihm war es ein besonderes Anliegen, das Denkmal an der Postbrücke von Müll und Unkraut zu befreien. "Karl Hans und Wilhelm Bieser sind vor mehr als 70 Jahren dem Naziterror zum Opfer gefallen. Deren Erinnerung in Form des Denkmals sollte daher immer gepflegt werden und uns zum Nachdenken anregen."

 

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