Staßfurt l "Es hat einen planmäßigen Tauchgang zur Saisonvorbereitung gegeben. Dabei ging es darum, vorsorglich die installierten Anlagen zu prüfen, aber auch die Gegebenheiten unter Wasser. Bei dieser Untersuchung sind die starken Schäden im Unterbau festgestellt worden", so Ina Siebert. Auf Nachfrage im Ausschuss erklärt sie, dass die Holzpfosten, die die Konstruktion halten würden, beschädigt seien. Und zwar an den Stellen, wo der Wasserspiegel stehe. "Unter Wasser ist alles in Ordnung. Aber dort, wo sich ständig Wasser bewegt, sind die Pfosten durch."

Badesaison startet am 15. Mai

Die Stadt zieht deshalb die Notbremse. Der Steg bleibt für die Saison gesperrt. Jetzt sei geplant, so die Fachdienstleiterin, den kompletten Oberbau noch vor dem Start in die Badezeit zu entfernen. Dabei soll die Beplankung komplett abgebaut werden, auch die Tragbalken werden entfernt. So bleiben nur noch die Pfähle im Wasser stehen. "Dieser Bereich wird dann während der Badezeiten gesichert. Es ist verboten, sich zu nähern", stellt Ina Siebert klar.

Trotz der jetzt aufgetretenen Schäden will die Stadt an der Saisoneröffnung am 15. Mai festhalten. Dazu wird es keine spezielle Veranstaltung geben. Das Bad ist dann regulär geöffnet. Auf den Betrieb habe der teilweise rückgebaute Steg keinen Einfluss, erklärt Ina Siebert im Volksstimme-Gespräch. "Es wird einen abgegrenzten Nichtschwimmerbereich geben und die im Wasser liegenden Plattformen können weiterhin genutzt werden.

Investitionen am Weg zu den Bungalows

Nach dem Ende der Saison werden die noch im Wasser verbliebenen Pfosten entfernt, so der Plan im Rathaus. "Dann müssen wir mithilfe der Politik eine Entscheidung treffen, wie und in welcher Form wir für einen Ersatz im nächsten Jahr sorgen", sagt Ina Siebert. Der zuständige Fachbereichsleiter Hans-Georg Köpper führte im Ausschuss noch aus, dass die Stadt in diesem Jahr im Strandsolbad bereits Investitionen getätigt habe. "Es gab umfangreiche Pflasterarbeiten. Dabei ist die Strecke von der Bungalow-Siedlung zum Bad erneuert worden. Bei starken Regengüssen hat uns dieser Weg Probleme bereitet, er wurde immer wieder ausgewaschen."

Die neu aufgetretenen Probleme mit dem Steg hätten die Verwaltung "in ihrer Massivität" überrascht, so der Leiter. Auch deshalb hält Hans-Georg Köpper den Rückbau und die Sperrung des Stegs für alternativlos. "Es besteht eine große Gefahr, dass Nutzer auf den Steg steigen und sich womöglich ernsthaft verletzten. Das muss verhindert werden."