So mancher Spaziergänger und Angler hat es gemerkt: Im Hunnengraben trieben seit einiger Zeit tote Fische. Unter ihnen der große Wasserbewohner "Attila" – ein Karpfen, den die Angler getauft hatten. Nun konnte das mysteriöse Fischsterben aufgeklärt werden.

Egeln. Nach Ende der ersten Frostperiode dieses Winters treiben mehrere große tote Fische auf dem Egelner Hunnengraben. Angler und Spaziergänger haben das Fischsterben bemerkt. Unter den toten Tieren ist auch ein über 20 Jahre alter Karpfen, den die Angler liebevoll "Attila" getauft hatten. Er wurde, wenn er am Haken hing, lediglich gewogen und vermessen, ehe er wieder in die Freiheit entlassen wurde. "Todesursache ist aber nicht die Einleitung von Giftstoffen, sondern der frühe und lange Winter", konnte Museumsleiter Uwe Lachmuth aufklären. Er hat sich mit der Ursache beschäftigt.

Faulgase sind Schuld am Tod der Fische

Durch den starken Frost war der Burggraben im vergangenen Jahr bereits Anfang Dezember durchgehend zugefroren, so dass Faulgase durch zuvor hereingefallene Blättern nicht entweichen konnten. "Zudem hatten auf den Schulbus wartende Kinder mehrfach große Steine aus den Blumenrabatten des Burgumfeldes gerissen, und auf das Eis geschleudert. Dadurch waren die Fische, die sonst tief unten im Schlamm überwintern aus ihrer Ruhe gerissen, nach oben geschwommen und dort von den sich unter der Eisdecke stauenden Faulgasen erstickt", erklärt Uwe Lachmuth weiter.