Auf die hohe Bedeutung der Kameradschaft in der Feuerwehr ging Wehrleiter Hans-Jürgen Lärz während der Jahreshauptversammlung der FFW Förderstedt ein. Auch, dass davon Menschenleben abhängen können. Deshalb werde sie in der Förderstedter Wehr stets hochgehalten.

Förderstedt. Vor seinen Kameraden, Oberbürgermeister René Zok, Ortsbürgermeister Peter Rotter, Stadtwehrleiter Olaf Simon sowie Abordnungen der befreundeten Wehren aus Atzendorf, Brumby, Löderburg, Neundorf, Rathmannsdorf und Staßfurt ging Lärz auch auf den Mitgliederstand ein. Die FFW umfasst derzeit 40 aktive Kameraden, einen Alterskameraden und acht passive Mitglieder.

Erstere hatten im vergangenen Jahr 29 Einsätze zu bewältigen. Darunter fielen sieben Brände, neun Hilfeleistungen, sowie Sturm- und Wasserschäden, sieben Verkehrsunfälle, sowie die Beseitigung von Ölspuren und eine Einsatzübung. Auch die Rettung eines Pferdes im Albertinesee gehörte dazu.

"In Auswertung der Einsätze", schätzte der Wehrleiter ein, "haben wir festgestellt, dass alle aufgrund der guten Ausbildung erfolgreich bewältigt werden konnten."

Neben 27 Dienstabenden und -versammlungen nahmen Kameraden 13 Mal an einem Lehrgang der Kreisausbildung mit Erfolg teil. Vier Mal wurde ein Lehrgang an der Fachschule in Heyrothsberge erfolgreich abgeschlossen. Das soll in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Wie überall war auch die Förderstedter Wehr im Ort aktiv: vom Osterfeuer über das Staßfurter Salzlandfest, den Volkstrauertag bis zum Weihnachtsmarkt. Aber auch in eigener Sache, beim 110. Geburtstag der Wehr, ging es kräftig zur Sache. In drei Etappen, bei einer Fahrt zur Messe "Interschutz" in Leipzig, einer Festveranstaltung und einer Busfahrt nach Berlin, wurde das Jubiläum würdig begangen. Positiv erwähnte Lärz auch die Bildung einer Kindergruppe, für die Bianca Zaschke Verantwortung übernommen hat.

Konnten 2010 auch viele Ausrüstungswünsche erfüllt werden, es bleiben noch welche bestehen wie die Verbesserung der Alarmierung und die Ersatzbeschaffung eines HLF 20/ 16.

Zum Schluss bedankte sich der Wehrleiter für die von allen Kameraden gezeigte Einsatz-bereitschaft und die gute Zusammenarbeit mit allen Partnern.

Oberbürgermeister René Zok überbrachte die Grüße von Stadtverwaltung und Stadtrat und drückte seine Freude aus, dass immer alle Kameraden unversehrt von den Einsätzen zurückgekehrt seien. Er bedankte sich auch für die Einsatzbereitschaft im Ehrenamt. Besonders nannte er die Einsätze im Zusammenhang mit der Hochwassersituation. Der Bildung einer Kindergruppe in Förderstedt maß er eine hohe perspektivische Bedeutung bei. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Risikoanalyse sei bezüglich der Erfassung des Ist-Standes fast abgeschlossen und werde inzwischen auch von den meisten Wehrleitern als gutes Hilfsmittel angesehen.

Ihm folgte Stadtwehrleiter Olaf Simon, der Rechenschaft aus Sicht der städtischen Feuerwehren ablegte und die Zusammenarbeit zwischen Stadtwehrleitung und Stadtverwaltung lobte.

Danach sprach Ortsbürgermeister Peter Rotter und übermittelte die Grüße des Ortschaftsrates. Sein Dank für die Einsatzbereitschaft gipfelte in einer Flasche Löschflüssigkeit, die von den Kameraden mit Beifall übernommen wurde.