Traditionell eröffneten die Güstener Jecken die diesjährige närrische Jahreszeit mit einer Veranstaltung für die Rentner der Ränzelstecherstadt im großen Saal des einheimischen Bürgerhauses. Und mit dem Versprechen "Wir lassen die Sau raus" als Motto der nunmehr 49. Session hatten sie dabei nicht zu viel versprochen.

Güsten. Nach dem Einmarsch des jungen Tills namens Celine, des Zeremonienmeisters Steffen "Ditsche" Kirchberg und des Ministerpräsidenten Dr. Joachim Rosenthal sowie des Prinzenpaares Nicole I. und Kay I. ging es auf der Bühne gleich so richtig zur Sache. Denn die Sangesbrüder vom Männerchor "Germania" und die "Victoria"-Sangesschwestern brachten das Publikum mit einem Schunkelmedley altbekannter Stimmungslieder sofort in Schwung.

Anschließend zeigten die "Mini-Zicken" unter Leitung von Yvonne Stanczyk die erste Tanzeinlage. Den Block rundeten dann Thomas Huhnstock als pfiffiger Bauer und seine Frau Katharina als Bauersfrau Chantal in der Bütt ab. Nach seiner Auftakterklärung "Beim vorjährigen Karneval habe ich total besoffen eine abgeschleppt und erst, als ich wieder nüchtern war, bemerkt, dass ich schon mit ihr verheiratet war" haute sich das streitsüchtige Paar alles Erdenkliche zum Thema verflixte Weiber und schreckliche Mannsbilder um die Ohren. Aber am Ende war dann doch das Kriegsbeil wieder begraben.

In einer kleinen Pause ermittelte der Ministerpräsident die ältesten Besucher der Veranstaltung. Bei den Männern war es Werner Ebeling mit 85 Jahren und 352 Tagen, bei den Frauen die ein paar Monate jüngere Evi Kruschinsky. Charlotte und Werner Huhnstock waren mit 61 Jahren das am längsten verheiratete Paar im Saal.

Nach einigen Tänzen der "Crazy Girls" heizten die Güstener Sangesbrüder die Stimmung mit ihren aus aktuellem Anlass ausgewählten Liedern wie "Scheiß egal, ob du Huhn bist oder Hahn", "Mief, mief" oder "Wir lassen uns das Singen nicht verbieten" weiter an. Natürlich durfte dabei auch der Schweinetango mit Ulrich Brösicke als Solist nicht fehlen, bis dann gesanglich die "Hütte abgerissen" wurde. Danach zogen die "Funken" mit ihrem Can-Can-Tanz alle Augen auf sich.

Schließlich beeindruckte DJ Ötzi alias Thomas "Huhne" Huhnstock nochmal mit Ohrwürmern wie "Die Fischerin vom Bodensee" und "Ein Stern, der deinen Namen trägt" das begeistert mitgehende Publikum und kam nicht um eine Zugabe herum. Das Männerballett schloss dann den Mittelblock ab.

Nach einer Tanzpause war die Bühne frei für die Güstener Sangesschwestern mit ihrer Musikbox zur Steigerung der Eier-Produktion. Ihrem Einmarsch im Hühner-Techno-Look ließen sie zuerst einen "Waka-Waka"-Tanz folgen, bevor auch sie allerseits bekannte Lieder anstimmten wie "Yes Sir, I can Boogie" oder "Wir sind alle über 40". Der große Beifall beim Finale aller Mitwirkenden war der Dank für eine gelungene Auftaktveranstaltung in die närrische Jahreszeit.

   

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