Hohenerxleben. Wenn auch nur zehn aktive Kameraden zählend, so könnte Hohenerxleben nur schwer auf seine freiwillige Feuerwehr verzichten. Das wurde in den Berichten vom Wehrleiter Rudi Krebes bis zum Ortsbürgermeister Sven Wagner am Sonnabend deutlich.

Da zog Krebes eine Bilanz zu 2010, wo es "neun eher unspektakuläre Einsätze gab". Überwiegend zur Ölbeseitigung in der desolaten Friedensallee. Aber auch einen Blitzeinschlag gab es, bei dem die betroffene Familie sehr schnell "selbst eine kleine Löschtruppe aufgestellt hat – beispielhaft", wie der Ortswehrleiter lobte. Er zählte Dienstabende auf, bei denen Rettungsübungen mit der Nachbarwehr Rathmannsdorf eine Rolle spielten, aber auch eine Übung zu Handfeuerlöschern im einheimischen Schloss. Blutspenden gehören zum Alltag der kleinen Wehr ebenso wie die Begleitung des Osterfeuers und die alljährlichen Ausflüge mit der Schützengilde des Ortes. Und noch etwas zeichnet die Kameraden aus: ihr Feuerwehrchor, der über die Dorfgrenzen hinaus für Frohsinn sorgt.

Jugendwartin Ines Herbst vermeldete mit einem Zugang eine positive Entwicklung ihrer Nachwuchswehr. Auch sie zählte zahlreiche Aktivitäten auf zwischen Ausflügen, Sport und Zeltlagern. Sie hatte noch dem Alterskameraden Wolfgang Merkers zu danken, der der Jugendwehr eine Fahne schenkte.

Dass dessen Abteilung eine sehr aktive ist, war dem Bericht von Horst Proksch zu entnehmen. Der "Pumpenchirurg", wie ihn der Wehrleiter nennt, weil er eine Motorpumpe von 1935 wiederbelebte, erinnerte daran: "Wir sind da, wenn man uns braucht." So war es auch 2010 zwischen Fasching und den monatlichen Arbeitstreffen an der Staßfurter Traditionswache. Und er wünschte sich, dass der Gedanke der freiwilligen Feuerwehr, nämlich nicht lange zu fragen und zu helfen, wenn Menschen in Not sind, in Ehren gehalten werde.

Zahlreiche Grußworte folgten. Lobend äußerte sich auch Stadtwehrleiter Olaf Simon über die kleine, aber sehr aktive Truppe.

 

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