Sportler, Trainer, Übungsleiter, Helfer und Förderer des Atzendorfer Sports hatten sich am Freitag zur Ordentlichen Mitgliederversammlung in der Sportlerklause versammelt. Hier galt es, Rückschau auf das Sportjahr 2010 zu halten, einen Blick auf 2011 zu werfen und – nach drei Jahren – den Vorstand neu zu wählen.

Atzendorf. Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die 2010 verstorbenen Mitglieder Rudi Escher und Herbert Nicolai und der Begrüßung der Gäste kam der ZLG-Vorsitzende Günter Döbbel unverzüglich zum Rechenschaftsbericht. Generell stellte er fest: "Ein intensives und erfolgreiches Sportjahr liegt hinter uns".

Das gelte sowohl für die vielfältigen zentralen sportlichen Veranstaltungen von Osterfeuer bis Silvesterkarpfenlauf, aber noch mehr für die vielen kleinen Aktivitäten in den Abteilungen und Gruppen des Vereins.

Höhepunkt wie jedes Jahr war das Pfingstsportfest mit den Jubiläen "100 Jahre Fuß-ball" und "30 Jahre Tischtennis" in Atzendorf. Die Angebote in Turnen, Kinder- gartensport, Leichtathletik, Seniorensport, Gymnastik, Freizeitspiele, Tanzen und Step-Aerobic wurden weiter entwickelt. Alle Abteilungen berichteten im Einzelnen über ihre Aufgabenbereiche.

Die Mitgliederentwicklung kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit 422 Mitgliedern per 31.12. 2010 nimmt die ZLG bei 290 Sportvereinen im Salzlandkreis den neunten Platz ein, innerhalb der Stadt Staßfurt ist es der zweite Platz.

139 Kinder treiben regelmäßig Sport. Probleme bereiten die Altersgruppe zwischen 14 und 20 Jahren, die rückläufige Geburtenrate sowie nicht genügend Schiedsrichter und Übungsleiter. Kooperationen mit anderen Vereinen werden zukünftig zwingend für die Mannschaftssportarten notwendig.

Die ZLG hat mit dem Gütesiegel "Sport pro Gesundheit", dem Titel "Familienfreundlicher Sportverein" hervorragende Grundlagen für den Kinder-, Familien- und Seniorensport geschaffen. Hier gibt es viele Kursangebote für alle Altersgruppen. Mit der Sportjugend "Spatz", über die die Volksstimme gesondert berichten wird, hat der Verein eine gute Basis für die Einbeziehung der Jugendlichen ge-schaffen. Das in nunmehr schon in drei Durchgängen absolvierte Sommercamp spricht dafür.

Als letzten, aber nicht unwesentlichen Punkt nannte Döbbel die Pflege und Instandhaltung der Sportstätten, die in Atzendorf der ZLG obliegt. Einschließlich der Betriebskosten mussten dafür 2010 über 14 000 Euro ausgegeben werden. Dabei erhofft sich die ZLG eine Gleichbehandlung durch die Stadt im Rahmen der Haushaltsplanung und eine konkrete Antwort auf die fristgerecht gestellten Anträge des Vereins.

Der Vorsitzende schloss seinen Bericht mit einem Dank an alle Mitglieder, Übungsleiter, Schiedsrichter und Förderer für ihre 2010 geleistete Arbeit. Er bedankte sich gleichzeitig für die intensive Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund, den Atzendorfer Vereinen, den Ortschafts- und Stadträten, den Schulen, der Kindertagesstätte und der Stadtverwaltung.

Bei den Finanzen setzt sich die kontinuierliche Arbeit der ZLG auch auf diesem Gebiet fort. Mit 107 000 Euro bei Einnahmen und Ausgaben soll ein ausgeglichener Haushalt 2011 gesichert werden.

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