Staßfurt (rki). Staßfurts Oberbürgermeister René Zok (parteilos) nutzte die jüngste Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag, um allen Kameradinnen und Kameraden der Stadtwehr für deren Einsatzbereitschaft und ihr Engagement Dank und Anerkennung auszusprechen.

Eines der Themen, an dem gegenwärtig in der Stadt gearbeitet werde, seien auch die zu erstellende Risikoanalyse und der Feuerwehrbedarfsplan. "Derzeit sind wir bei der Diskussion des zweiten Entwurfs. Wir werden ihn zur gegebenen Zeit dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen", sagte Zok.

Nach einer ersten Analyse zeichnen sich aus seiner Sicht drei erste Schwerpunkte für die Zukunft der Feuerwehren der Stadt, außer dem Fuhrpark, ab. Dabei handelt es sich um den Ausbildungsstand der Kameradinnen und Kameraden, den Zustand der Gerätehäuser und die Zahl der Feuerwehrfrauen und -männer.

Zok: "Zum Ausbildungsstand möchte ich bemerken, dass die Stadtwehrleitung bei der Qualifizierung auf einem guten Weg ist. Eine Ausbildung, welche wir in den Wehren selber durchführen können, wird realisiert." Probleme gebe es nur bei den Lehrgangsbesetzungen beim Landkreis beziehungsweise an der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule (BKS) in Heyrothsberge, einer Aus- und Fortbildungseinrichtung des Landes Sachsen-Anhalt für Führungs- und Einsatzkräfte der Feuerwehren. Als Ursache nannte der Oberbürgermeister begrenzte Kapazitäten.

In Vorbereitung sei auch eine Art Personalentwicklungskonzept für die Feuerwehren der Stadt, um Probleme langfristig zu erkennen, informierte das Stadtoberhaupt.

Zum Zustand der Gerätehäuser sagte Zok, dass das Gebäudemanagement im Rahmen der Möglichkeiten dabei sei, Mängel, welche die Feuerwehrunfallkasse aufdecke, abzustellen. "Auf Grund der Haushaltslage fällt das nicht immer leicht, aber auch hier sind wir dran", versicherte der Oberbürgermeister den Abgeordneten, Feuerwehr-Kameraden und Gästen.

Die meisten Einsätze mussten in den vergangenen Jahren die Staßfurter Kameraden absolvieren. Im vergangenen Jahr rückten sie 135 Mal aus. Das waren 14 Einsätze mehr als im Jahr zuvor und neun mehr als 2008. An zweiter Stelle in der Einsatzstatistik folgt die Freiwillige Feuerwehr Löderburg, die im vergangenen Jahr 39 Mal gerufen worden war. 2009 waren es 23 Einsätze und 2008 sogar 50.

Alle Wehren der Stadt zusammen waren 2010 287 Mal ausgerückt.