Der Verein Aktiver Musiker öffnete am Sonnabend seine Türen. Proberäume, Tonstudio und alle anderen Räumlichkeiten standen für jeden offen. Auf dem Hof spielten einige Bands des Vereins und Grillduft zog durch die Luft. Der Verein stellte sich den Staßfurtern vor.

Staßfurt. Eine Plattform für alle – das ist der Leitgedanke des Staßfurter Vereins aktiver Musiker. Wobei mit "alle" sich nicht nur Musiker von Bands angesprochen fühlen sollen. Auch Alleinunterhalter oder Orchester können sich dem Verein anschließen.

"Unser Ziel ist es, die Musiker des Salzlandkreises unter einem Dach zu vereinen", erklärt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Strohge. "Veranstalter sollen bei uns anrufen und aus dem Vollen schöpfen können." Egal ob Country, Pop, Rock, Metal oder Schlager, egal ob Alleinunterhalter, Singer-Songwriter oder Band, egal ob Cover- oder eigene Songs – der Verein sieht sich in einer Unterstützungs- und Vermittlungsfunktion. "Wir wollen das Sprachrohr der Musiker des Salzlandkreises werden", so Strohge.

Bisher sind 13 Bands dem 2009 gegründeten Verein beigetreten. Viele von ihnen haben ihren Proberaum auf dem alten Schlachthofgelände. Junge und "Alte" Musiker arbeiten hier eng miteinander. Sie profitieren von den Erfahrungen der anderen und unterstützen sich gegenseitig. "Wir können alle viel voneinander lernen", betont der Vereinsvorsitzende. "Zudem stärken wir uns gegenseitig den Rücken." Jüngst geschehen beim großen SWM-MusiCids-Bandcontest in der Landeshauptstadt, bei dem zahlreiche Vereinsmitglieder und Fans sich unter das Publikum mischten und der Band "Noch ist Zeit" einheizten.

"In unserer Region ist es für Bands schwierig, sich einen Namen zu machen und sich zu vermarkten", erklärt Strohge. "Wir helfen dabei." So organisierte der Vorsitzende kurzerhand, dass sich die Bands des Vereins beim 31. Staßfurter Salzlandfest auf der Bühne am Sperlingsberg präsentieren können.

Lediglich bei der Sponsorensuche hapert es noch ein wenig. So brauche der Verein noch Unterstützung, um die Proberäume in Schuss zu setzten, erzählt Strohge. Es müssten beispielsweise noch einige Decken abgehangen werden. Und auch das Vereinsmobiliar hat schon bessere Zeiten gesehen.

 

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