Staßfurt / Wolfen ( sam ). Eine vierwöchige Pause war den Handballern des Mitteldeutschen Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt vergönnt. Es blieb aber keine Zeit, die Füße hochzulegen, denn es wurde locker weitertrainiert. " Im Vordergrund stand die Bewegung, um im Rhythmus zu bleiben ", sagte Trainer Steffen Wartmann. Der Auftakt in das neue Jahr hat es mehr als in sich. So gastieren die Rot-Weissen heute um 18. 30 Uhr bei der HSG Wolfen. Am Dienstag, 11. Januar, um 20 Uhr steht schon die Qualifikation zum DHBPokal an. Dann wird der Drittligist HC Einheit Halle 05 in der Merkwitz-Halle erwartet.

Der Fokus liegt zunächst auf der heutigen Begegnung. In die Pause verabschiedeten sich beide Teams mit einem vollen Erfolg. Dabei ist sicherlich der 32 : 31-Erfolg der Wolfener über Tabellenführer LVB Leizig als kleine Sensation zu werten. " Das war sicherlich überraschend, aber in der Mannschaft steckt Potenzial und wenn alles passt, dann sind wir in der Lage, jeden zu bezwingen ", betont Trainer Wolfgang Spitz. Der Erfolgsgarant war eine überzeugende Leistung in der Abwehr. Die 5-1-Deckung bereitete dem Leipziger Angriff einige Probleme. Doch Spitz bevorzugt nicht nur ein Deckungssystem. Die 6-0 ist ebenfalls eine Alternative. " Wir sind aber immer in der Lage, uns schnell auf den gegnerischen

Rückraum einzustellen. " Wartmann kennt Spitz und weiß, dass er sich oft etwas einfallen lässt. " Vielleicht eine versetzte Spitze vor der Abwehr. "

In die Karten lässt sich Spitz aber nicht schauen. Dennoch wird sein Team heute als Favorit in die Partie gehen. In diesem Punkt sind sich beide Trainer einig. " Wir spielen vor heimischem Publikum und die Tabellenkonstellation spricht ebenfalls für uns ", begründet Spitz, der zugleich warnt : " Es gibt keinen Grund, überheblich in die Partie zu gehen. " Der Coach sieht dennoch einen Vorteil für Staßfurt : " Für uns kann es ein Handicap sein, dass wir seit über vier Wochen kein Spiel mehr bestritten haben. " Stattdessen wurde im athletischen Bereich gearbeitet und die vergangenen 14 Tage " die Tuchfühlung zum Ball hergestellt ". Die Wettkampfpraxis fehlt.

Für die Staßfurter soll es hingegen " keine Wochenendfahrt werden ". Dafür erwartet Wartmann, dass sein Team " eine richtig gute Abwehr spielt ", denn leer ausgehen möchte er nun wirklich nicht. Bis auf Glinde und Naumburg-Stößen war das bisher der Fall. Eine Auswärtsschwäche sieht Wartmann aber nicht. " Bis auf den Anfang in Leipzig sahen wir nicht schlecht aus. " In den vergangenen Spielen war aber bereits ein Aufwärtstrend sichtbar. Dieser soll heute fortgesetzt werden. Dabei muss Wartmann auf Alexander Ernst verzichten. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Christian Lingk, der sich im Training eine Bänderverletzung zuzog. Spitz kann bis auf Stefan Luther ( Sprunggelenk ) aus dem Vollen schöpfen.

Der Fanbus des HV Rot-Weiss Staßfurt fährt um 15. 45 Uhr in der Schulstraße ab.