Mit dem traditionellen Neujahrskonzert startete das Staßfurter Salzlandtheater Samstagabend in das neue Jahr. Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie und die Sopranistin Gabriele Rösel von der Staatsoperette Dresden sorgten zur Freude des Theaterfördervereins für ein volles Haus.

Staßfurt. " Ein Superkonzert ", schwärmte Museumschef Michael Scholl, der schon seit vielen Jahren ein treuer Besucher der Neujahrskonzerte in Staßfurt ist. " Den Kulturschaffenden kann man nur Respekt zollen und für ihre Leistungen danken ", fügte der Löderburger hinzu.

" Das war eine sehr gute Auswahl in diesem Jahr ", lobte ein anderer Musikfreund. In der Tat hatte die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie unter Leitung des Dirigenten Christian Simonis aus dem umfangreichen Fundus der Tänze, Märsche und Operetten ein Programm mit eher heiteren Melodien und solchen im Walzer-Takt mit an die Bode gebracht. Dazu gehörten unter anderem die Schnell-Polka von Johann Valentin Hamm, die Ouvertüre zur Operette " Die schöne Helena " von Jacques Offenbach, der Walzer Wein, Weib und Gesang von Johann Strauß und der Deutschmeister-Regiments-Marsch.

Die Sopranistin der Staatskapelle Dresden, Gabriele Rösel, brillierte mal als Frau Fluth aus der Oper " Die lustigen Weiber von Windsor " von Otto Nicolai, mal als Laura im " Bettelstudenten " von Carl Millöcker und nicht zuletzt als Kaiserin Maria-Theresia mit dem Lied " Du mein Schönbrunn " aus der Operette " Die Kaiserin ".

Das Publikum war von der Musikauswahl und von der Interpretation durch die Musiker der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie und von Gabriele Rösels wunderbaren Stimme ganz begeistert. Es ließ die Künstler, für die es an diesem Abend stehende Ovationen gab, erst nach einigen Zugaben, darunter war auch der zu einem Gassenhauer gewordene Radetzky-Marsch von Johann Strauß ( Vater ), von der Bühne. Ein hervorragendes Konzert, das einmal mehr deutlich gemacht hat, dass auch in Zeiten knapper Kassen nicht an der Kultur gespart werden darf.

Zu Beginn der Veranstaltung nutzte die Vorsitzende des Theaterfödervereins, Karin Marzahn, die Möglichkeit, um die Theaterleiterin Beate Kramer zu verabschieden und ihr für ihre neue Tätigkeit am Harzer Bergtheater zu Thale viel Erfolg zu wünschen.

Zugleich stellte Karin Marzahn dort Kramers Nachfolger, Norbert Viertel aus Berlin, vor. Auf ihn hatte sich der Förderverein verständigt.

Während Beate Kramer mit den Worten " Es war eine schöne Zeit in Staßfurt " von der Bühne ging, versprach Nobert Viertel dem Publikum dessen Erwartungen gerecht werden zu wollen. Er werde seine Tätigkeit in Staßfurt am 11. Januar beginnen, sagte der neue Theaterchef, der seine Wurzeln in Köthen hat, der Volksstimme.