Amesdorf / Athensleben. Die Scherenschnitte seien zwar nicht vergleichbar mit dem bevorstehenden am Freitag auf der B 6 n bei Ilberstedt, aber es sei dennoch ein guter Tag für Amesdorf, sagte Landrat Gerstner gestern bei der Freigabe der hiesigen Ortsdurchfahrt. Das gleiche dürfte für Athensleben zutreffen, wo eine Stunde später der Verkehr über die dortige Kreisstraße 1302 und einen neu asphaltierten Abschnitt rollen konnte.

Gerstner zeigte sich erfreut, dass der Landkreis auf insgesamt 116 000 Euro aus dem Konjunkturpaket von Bund und Land zurückgreifen konnte. " Ohne diese erheblichen Mittel wären die Investitionen nicht möglich gewesen ", so der Landrat. Der Eigenanteil des Kreises betrug lediglich rund 16 000 Euro für beide Straßenabschnitte. Ulrich Gerstner brachte noch zum Ausdruck, dass nun das Unfallgeschehen hoffentlich nicht zunehme, die Kurven seien schließlich nicht ohne.

Dem Straßenbau des Landkreises in Amesdorf, der auch einen neuen Regenwasser-Durchlass beinhaltete, hatte sich die Gemeinde gleich mit einem eigenen Vorhaben angeschlossen. " Die Baumaschinen waren einmal hier, und so haben wir das letzte Pflaster der Diesterwegstraße schließen können ", freute sich Bürgermeister Wolf Beinroth über das kleine Husarenstück. Dankbarkeit über diese Investition erfuhr er schon bei der Gemeinderatssitzung Montagabend von Anlieger Hans Dreischarf mit den Worten : " Dass ich das mit 70 Jahren noch erleben darf ... "

Voller Genugtuung äußerte sich Beinroth bei dieser Sitzung auch darüber, dass man es endlich geschafft habe, die Amesdorfer Nebenstraßen in eine 30-km / h-Zone zu verwandeln. Nun fehle nur noch der Ausbau der Siedlung, was eigentlich mit Hilfe von Dorferneuerungsmitteln in diesem Jahr schon geplant war.

Auch der Ortsbürgermeister von Athensleben Jürgen Kinzel freut sich, dass die Lärmbelästigung durch den Straßenneubau nun Geschichte ist. Mit Ampel – bis nächsten Donnerstag noch eingerichtet – ist der Durchgangsverkehr wieder möglich. Kinzel würde sich allerdings wünschen, dass die innerörtliche Umleitungsstrecke noch gereinigt wird. Und, dass die Stadt Staßfurt am alten Schafstall auch den Fußweg noch in Ordnung bringt. " Dann wären wir zu 100 Prozent mit dieser Straßenbaumaßnahme zufrieden. "