Staßfurt. Die Chefin des Staßfurter Salzlandtheaters, Beate Kramer, verlässt das Haus zum 31. Dezember dieses Jahres.

" Ich habe für mich eine andere berufliche Aufgabe im Kulturbereich des Ostharzes gefunden, denn ich liebe Herausforderungen ", sagte die 43-jährige Quedlinburgerin, die seit dem 1. Oktober 2006 in Staßfurt tätig war. Aus ihrer Sicht war das eine ganz schöne Zeit. " Ich habe versucht, dem Theater neues Leben einzuhauchen und es zu einer Kulturinsel in der Stadt zu machen. Das ist mir gelungen ", sagte Kramer. Mehr noch : Unter ihrer Regie wurde das Salzlandtheater zu einer nicht mehr wegzudenkenden Kultureinrichtung des Salzlandkreises.

Deshalb bedauert Staßfurts Oberbürgermeister René Zok den Weggang von Beate Kramer. " Sie war für unser Theater eine Bereicherung, hat mit jugendlicher Frische neue Ideen eingebracht und zusammen mit dem Theaterförderverein viel erreicht ", sagte das Stadtoberhaupt. Zok hofft deshalb, dass es dem Verein gelingt, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten.

Das hält Vereinschefin Karin Marzahn für unmöglich. " Denn Beate Kramer ist eigentlich nicht ersetzbar. Was sie in den letzten drei Jahren in Staßfurt geschaffen hat, ist nicht zu toppen. Sie wird eine große Lücke hinterlasen ", so Marzahn. Aus diesem Grund sei sie beinahe in Ohnmacht gefallen, als sie von den Kündigungsabsichten erfahren habe. " Das ist sehr schade. Das bedaure ich ", sagte die Vereinschefin. Sie hat inzwischen bereits eine Ausschreibung gestartet, um einen geeigneten Nachfolger finden zu können. Die Personalentscheidung soll schon in den nächsten Tagen fallen, sagte Marzahn. Damit soll sichergestellt werden, dass es einen nahtlosen Übergang beziehungsweise eine ordentliche Einarbeitung für den oder die Neue gibt.