In den Rathäusern von Güsten und Egeln wurden gestern die Kommunalwahlergebnisse vom Sonntag ausgewertet und teilweise noch einmal korrigiert.

Egeln / Güsten. In der Frage, wer ab dem 1. Januar 2010 den Chefsessel im Egelner Rathaus besetzt, bleibt es weiter spannend. Bei der Wahl zum Verbandsgemeindebürgermeister konnte sich keiner der sieben Kandidaten mit der absoluten Mehrheit durchsetzten. Deshalb wird es am 13. Dezember eine Stichwahl geben. Die Bürger müssen sich dann zwischen Michael Stöhr ( UWGE ) und Ruthard Reimer ( Einzelbewerber ) entscheiden ( Volksstimme berichtete ).

Am Sonntag wurde aber außerdem der neue Verbandsgemeinderat gewählt. Dafür steht das vorläufige Endergebnis allerdings schon fest. Die meisten Sitze im neuen Rat holte die CDU. Sie ist damit klarer Sieger der Wahl. Die insgesamt 22 Sitze werden folgendermaßen besetzt : CDU ( sieben Sitze ) : Peter Fries, Eckard Christel, Dr. Ernst Arenkens, Knut Kluczka, Ralf Diesing, Andreas Klietz Die Linke ( drei Sitze ) : Ulrich Biermann, Ralph Bunke-Spelling, Wilfried Breithaupt SPD ( einen Sitz ) : Axel Eckert FDP ( einen Sitz ) : Michael Goebel Feuerwehr ( einen Sitz ) : Christian Boos

Freie Wählergemeinschaft Borne ( zwei Sitze ) : Dietmar Guschl, Jürgen Lattorf

Freie Wählergemeinschaft Westeregeln ( zwei Sitze ) : André Kulak, Karl-Heinz Schreiber

Unabhängige Wählergemeinschaft Egeln ( drei Sitze ) : Michael Stöhr, Reinhard Luckner, Dr. Jürgen Riehl

Unabhängige Wählergemeinschaft Wolmirsleben ( einen Sitz ) : Jens Braune.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Denn erst heute Abend tagt der Wahlausschuss zur Bestätigung der Ergebnisse.

Korrekturen machten sich gestern am Ergebnis der Wahl zum neuen " Saale-Wipper " - Verbandsgemeinderat erforderlich. Wahlleiterin Gabriele Große wollte gestern aber noch keine Namen nennen. Darüber will sie erst heute im Wahlausschuss informieren. Für den Verbandsgemeinderat tagt dieser um 18 Uhr im Güstener Rathaus und 30 Minuten später am gleichen Ort für den Stadtrat.

Letzterer wurde ebenfalls neu besetzt, obwohl das bereits im Juni erfolgt war. Dieses Mal waren aber auch die Bürger der Gemeinde Amesdorf wahlberechtigt, deren Kommune am 31. Dezember aus der Verwaltungsgemeinschaft Staßfurt ausscheidet und sich zum 1. Januar in die Stadt Güsten eingliedern lässt.

Dieses Rennen konnten die Christdemokraten eindeutig für sich entscheiden, denn sie besetzen mit Gerhard Malkowski ( 503 Stimmen ), Uwe Opitz ( 449 ), Marlies Bey ( 196 ), Torsten Müller ( 169 ), Bruno Jahn ( 130 ) und Michael Kruse ( 116 ) sechs der insgesamt 16 Mandate im neuen Stadtrat. Das ist ein Mandat weniger als in der alten Volksvertretung.

Die Sozialdemokraten konnten sich mit fünf Mandaten als zweitstärkste Kraft behaupten. Diese entfallen auf Hans Pfeiffer ( 268 ), Hans Schulz ( 255 ), Jürgen Mietzsch ( 243 ), Erika Lissek ( 144 ) und Hilmar Landgraf ( 132 ).

Die Linken landeten mit drei Mandaten auf Platz drei. Für sie werden Jennifer Eilsa Bölke ( 166 ), Ernst Hermann Brink ( 117 ) und Hans-Jürgen Gornewitz im Stadtrat mitarbeiten.

Drei Amesdorfer im Güstener Stadtrat

Die Vereinigung Bürger für Bürger Amesdorf entsendet insgesamt zwei Volksvertreter in den neuen Rat. Dabei handelt es sich um Amesdorfs scheidenden Bürgermeister Wolf Dietmar Beinroth ( 382 ) und Silke von Kalnassy ( 114 ).

Güstens Bürgermeister Helmut Zander ( SPD ) sagte, " mit diesen Personalentscheidungen ist eine sehr konstruktive Arbeit im neuen Stadtrat möglich, denn es sind viele erfahrene Kollegen dabei, mit denen ich gut zusammenarbeite. Auch für das Zusammenwachsen von Güsten und Amesdorf / Warmsdorf gibt es mit diesem Wahlergebnis eine gute Basis. "

Er hätte sich aber gewünscht, dass nicht nur drei, sondern noch mehr Volksvertreter aus Amesdorf / Warmsdorf in den Rat gekommen wären, was auch abhängig gewesen sei von der Wahlbeteiligung.

Amesdorfs Bürgermeister Wolf Dietmar Beinroth sagte, er sei hocherfreut darüber, dass seine erst vor kurzem aus dem Boden gestampfte Wählergemeinschaft Bürger für Bürger Amesdorf in seinem Ort sowohl bei der Wahl des Verbandsgemeinderates als auch bei der Stadtratswahl Güsten am besten von allen Bewerbern abgeschnitten hat. " Damit hatte ich gar nicht gerechnet ", sagte der Kommunalpolitiker.

Als Amesdorfer Vertreter im Güstener Stadtrat will Beinroth darauf achten, dass der von beiden Orten geschlossene Fusionsvertrag Stück für Stück abgearbeitet wird und zwar so wie er beschlossen wurde und dass Amesdorf und Warmsdorf als Teil der Stadt Güsten gleichberechtigt entwickelt werden.

Mit dem Jahresende endet Beinroths Tätigkeit als ehrenamtlicher Bürgermeister des Dorfes. Auch einen Gemeindeoder Ortschaftsratsrat gibt es dort dann nicht mehr.

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