Bei der Unternehmensgruppe Van der Valk laufen die Vorbereitungen für den Umbau des Staßfurter Salzlandcenters. Generalmanager Helmut Kühne und Volker Schilling, Betriebsleiter der Salzlandcenter GmbH, stellten dem Stadtrat die Planungen vor.

Staßfurt. " Van der Valk hält nach wie vor am Standort Staßfurt fest ", sagt Helmut Kühne, Generalmanager der Unternehmensgruppe, die das Staßfurter Salzlandcenter mit Hotel, Gastronomie, Sportanlagen und Erlebnisbad betreibt. Er erklärte, dass in diesem Jahr rund 120 000 Euro in die Freizeitanlage investiert wurden. In den nächsten Jahren sind zusätzlich umfangreiche Investitionen geplant, die mit großen Umbaumaßnahmen zusammenhängen. Vier bis sechs Millionen Euro sollen, so Kühne, in den Standort fließen. Das Eigenkapital der Unternehmerfamilie wird mit rund einer Million Euro beziffert, die restlichen Beträge sollen über Banken finanziert werden. Dazu stehe man derzeit in Verhandlung mit der Salzlandsparkasse als Hausbank, verdeutlichte der Generalmanager.

" Ziel ist es, im nächsten Jahr Architekten zu beauftragen und mit den Arbeiten zu beginnen ", sagt Volker Schilling im Gespräch mit der Volksstimme. Das sei aber abhängig vom Zeitpunkt der Finanzierung.

Sportkomplex soll

zentralisiert werden

Der Betriebsleiter beschreibt, was die Unternehmensgruppe vorhat. So soll der Hotelkomplex vergrößert werden und neue Zimmer entstehen. Vor das bestehende Gebäude wird ein Neubau gesetzt, sichtbar vom Kreisverkehr aus. Das Unternehmen steht dazu noch in Verhandlungen

mit dem Salzlandkreis als Eigentümer

des Grund und Bodens. Doch aus Bernburg hat man schon grünes Licht signalisiert.

Der neue Anbau wirkt sich auch auf das innere Gefüge aus. So wird die Gastronomie im Untergeschoss des Hotelkomplexes konzentriert, die hier bestehende Bowlingbahn zieht in die Tennishalle um. Dann ist genug Platz für zusätzliche Zimmer und Konferenzräume. Für den Saal wird ein rückwärtiger Raum geschaffen, in dem bespielsweise ein Buffet bei größeren Anlässen serviert werden kann.

Völlig umgestaltet wird neben dem Hotel die jetzige Tennishalle. " Der Sportkomplex des Hauses wird konzentriert ", sagt der Betriebsleiter. Hier wird die Bowlingbahn untergebracht. Außerdem entsteht ein Spielhaus. Schilling sagt, dass ein Angebot für Kinder bis ins Grundschulalter geschaffen werden solle. Mehr Platz gibt es nach dem avisierten Umbau auch in Sauna, geplant sind Saunagarten und Erdsauna, und im Fitnessbereich mit zusätzlich Geräten und Räumen für Kurse, die sich nach Schillings Aussagen großer Beliebtheit erfreuen.

Stadtrat forderte

Informationen

Aus den Reihen des Stadtrates gab es keine Anfragen zu der Präsentation. Das Gremium aber hatte eine solche Information eingefordert, als es um die Zustimmung zur Defizitausgleichszahlung für das Bad über mehr als 240 000 Euro ging. Damals forderten die Räte eine klare Positionierung des Unternehmens zu den Standorten Salzlandcenter und dem Ausbau der vier neu gekauften Villen in der Parkstraße. Die Van-der Valk-Gruppe hält daran fest, diese als besondere Hotelunterkunft zu nutzen.