Ein " Schlachtfeld " entdeckte

Hans-Jürgen Siersleben, als er sein Grundstück betrat.

Unbekannte Täter hatten dort 17 Kaninchen brutal umgebracht. Die Kriminalpolizei

ermittelt.

Alsleben / Bernburg ( cv / MZ )

Als Hans-Jürgen Siersleben morgens auf sein kleines Grundstück in der Gartenstraße in Alsleben trat, traf ihn der Schlag. Auf dem knapp 900 Quadratmeter großen Gelände lagen überall verstreut die Leichen von 17 niedlichen Kaninchen. " Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld ", war der 50-jährige Familienvater noch Stunden später geschockt.

Offenbar wurden die Tiere von einem unbekannten Kaninchenripper in der Nacht zum Donnerstag brutal getötet. Die Polizei des Salzlandreviers in Bernburg spricht davon, dass die Tiere " mit einem dumpfen Gegenstand erschlagen " worden sind, so Hartmut Römmert. Nur zwei Kaninchen seien dem Kaninchenripper entkommen und aufs Nachbargrundstück geflohen. Diese Tiere konnte Siersleben im Laufe des Donnerstags wieder einfangen.

Bei den Tieren, die in insgesamt acht Buchten auf dem Gartengrundstück gehalten wurden, handelt es sich um Tiere der Rassen Deutsche Riesen und Blaue Wiener, die knapp ein Jahr sowie sieben Monate alt waren. " Ich habe die Tiere nachmittags gegen 16 Uhr noch einmal gefüttert und bin dann nach Hause gefahren.

Frust an wehrlosen Tieren ausgelassen

Als ich wieder hinkam, traute ich meinen Augen nicht ", so der gebürtige Alsleber, der sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr und im Karnevalsverein engagiert. " Das macht mich rasend, wenn ich sehe, wie offensichtlich jemand seinen Frust an wehrlosen, kleinen Tieren ausgelassen hat ", so Siersleben, der erst seit einem Jahr Kaninchen züchtet, weiter. Inzwischen hat sich auch die Kriminalpolizei eingeschaltet und bereits erste Spuren gesichert.

Nach Informationen von Tierbesitzer Siersleben hatten auch die Hunde der Nachbarn in der Tatnacht angeschlagen. Er hofft jetzt, dass sich bei der Polizei Zeugen melden, die in der Nacht zum Donnerstag Verdächtiges bemerkt haben.

" Ich würde mir sehr wünschen, dass die Menschen hier die Polizei unterstützen, um diese Vandalen zu kriegen. " Für Hans-Jürgen Siersleben ist auf jeden Fall klar : " Die Täter müssen sehr hart bestraft werden ", sagt er, während er die kleinen, toten Kaninchen zu Grabe trägt. Hinweise an die Polizei in Bernburg unter ( 0 34 71 ) 37 90.