120 Besucher haben am Wochenende den Aktionstag im Gefäßzentrum des Klinikums Aschersleben-Staßfurt genutzt, um sich über Gefäßerkrankungen zu informieren. Die Veranstalter nutzten den Tag vor allem dafür, die Gäste für Vorbeugung zu sensibilisieren.

Aschersleben / Staßfurt. Rund fünf Millionen Menschen bundesweit sollen laut Schätzungen mit Gefäßerkrankungen leben. Um über dieses Leiden zu informieren und für mögliche Behandlungen sowie vorbeugende Maßnahmen zu informieren, hatte das zertifizierte Gefäßzentrum des Klinikums Aschersleben-Staßfurt am Sonnabend zum fünften Gefäßtag eingeladen.

" Man muss selber etwas tun ", sagte Oberarzt Dr. Norbert Beier. In seinen Vorträgen machte er deutlich, dass die Gefäßerkrankungen nicht geheilt, sondern nur behandelt werden können. Deshalb war es sein Anliegen, die Besucher dafür zu sensibilisieren, auf ihre Lebensweise zu achten. " Alle wissen, dass Rauchen schadet, und trotzdem tun sie es ", versuchte er das Problem zu beschreiben. Doch nicht nur die Glimmstängel würden negative Folgen nach sich ziehen. Der Arzt wies auch auf grundsätzliche Dinge hin. Viele Patienten würden beispielsweise ihre Medikamente nicht wie verschrieben einnehmen. Genauso sollten Blutdruck und die Zuckerwerte beachtet und regelmäßig kontrolliert werden.

Circa 120 Besucher nutzten das Angebot der Klinik, das sich mit dem fünften Gefäßtag an einer bundesweiten Aktion, die auf Initiative der deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie stattfindet, beteiligte. " Der Tag steht jedes Jahr unter einem anderen Thema ", berichtete Norbert Beier. Dieses Mal ging es vorrangig um die Vorbeugung und Behandlung von Gefäßkrankheiten. Der Oberarzt stellte modernste klinische und gerätetechnische Verfahren und Methoden vor, mit denen Gefäßkrankheiten diagnostiziert und behandelt werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren konnten sich die Besucher über die Arbeit des Gefäßzentrums informieren, die Räume inklusive MRT ( Magnetresonanztomographie ) und Röntgenabteilung besichtigen. Während in der Vergangenheit je bis zu 50 Frauen und Männer den Gefäßtag besuchten, zählte die Klinik in diesem Jahr rund 120 Interessierte. Diesen Erfolg führte die Referentin der Geschäftsführung, Julia Tarlatt, auf ein spezielles Angebot zurück : " Zum ersten Mal konnten sich die Gäste auf ihr persönliches Risikoprofil hin untersuchen lassen ", sagte Julia Tarlatt. So wurden unter anderem Venenmessungen, die Bestimmung der Blutzuckerwerte, der Blutfette ( Cholesterin ) sowie des Blutdrucks und die Feststellung des Körpergewichtes angeboten.

Gefäßerkrankungen führen zu Durchblutungsstörungen, die am Herzen zum Herzinfarkt, an der Halsschlagader zum Schlaganfall und an den Beinen zum so genannten Raucherbein führen können. Daher ist es wichtig, Gefäßkrankheiten so früh wie möglich zu erkennen und gezielt zu behandeln. Am Aktionstag erfuhren die Gäste, mit welchen Methoden diese Leiden untersucht und behandelt werden. So informierten die Ärzte auch über die Doppler- und Duplexsonografie, eine spezielle Ultraschalltechnik zur Bestimmung des Blutflusses in den Gefäßen sowie über unterschiedliche Gefäßerkrankungen wie Krampfadern, Erweiterungen der Bauchschlagader und Halsschlagaderprobleme.