Tornitz / Calbe ( api ). Das geplante Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk ( GuD ) in Calbe findet in Tornitz ( VG Elbe-Saale ) wenig Zuspruch. Das Kraftwerk würde im Falle eines Baus in unmittelbarer Nähe des Ortes liegen. Außerdem ist die Tornitzer Bürgermeisterin Regina Grube verärgert : " Vom Termin am Donnerstag, bei dem die Einwendungen im Beisein des Landesverwaltungsamtes erörtert werden konnten, haben wir keine Kenntnis gehabt und sind nicht eingeladen worden. Unsere Fragen hätten wir gern vorgebracht. "

Der Gemeinderat Tornitz hatte im Juli seine Bedenken zu möglichen Schadstoff- und Lärmbelastungen in einem Schreiben an die Calbenser Stadtverwaltung zum Ausdruck gebracht und sich gegen einen Bau ausgesprochen - allerdings im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens, das noch nicht abgechlossen ist. Die Erörterungsversammlung am Donnerstag fand jedoch im Rahmen des Bundesimmissionschutzverfahrens statt. Dieser Termin war am 6. Oktober in der Volksstimme veröffentlicht worden. " Vor allem bei Westwind wären die Tornitzer weitaus mehr von Abgasen und Lärm betroffen als die Calbenser ", sagt Grube. " Zudem wird die Landschaft mit solch einem Klotz zerstört. " Beim Termin im Calbenser Rathaus hatten Gutachter dem Kraftwerk bescheinigt, dass es unter den gesetzlich vorgeschriebenen Schall- und Abgaswerten betrieben werde. Die Tornitzer fragen auch nach dem Sinn eines Kraftwerks auf Basis fossiler Brennstoffe in Zeiten, in denen die Notwendigekit erneuerbarer Energien diskutiert werde. Dr. Ralf Schwarz, Bereichsleiter der GDF-Suez Energie Deutschland AG : " Es braucht mehr fl exible Kraftwerke zu Ausgleich, da Anlagen erneuerbarer Energien unkonstant Strom liefern. "