Oberbürgermeister René Zok, Vertreter des Vereins Zukunftsorientierte Energieregionen für Staßfurt ( ZES ) und Mitarbeiter dreier Ingenieurbüros unterzeichneten gestern offiziell die Kooperationen zur Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Staßfurt.

Staßfurt. Der Startschuss für ein Klimaschutzkonzept in der Stadt Staßfurt ist gefallen. Gestern unterzeichnete Oberbürgermeister René Zok mit Vertretern von drei Ingenieurbüros Kooperationsverträge zu Untersuchungen an kommunalen Gebäuden. Die Büros waren zuvor geprüft worden, nachdem der Stadtrat sein Einverständnis zur Erstellung und Finanzierung eines Klimaschutzkonzeptes mehrheitlich gegeben hatte. Ein Vorschlag des Vereins ZES. Die Experten – das Büro ibk Bauingeniere, das Ingenieurbüro Ralf Fischer und die T + T Baumanagement Gmbh – führen bist September 2010 an 80 kommunalen Gebäuden in der Stadt und ihren 14 Ortsteilen Schwerpunktund Detailanalysen durch. Verwaltungsgebäude oder Kinder- und Jugendeinrichtungen stehen dabei im Fokus der Fachmänner und ihrer Untersuchungen. Sie sollen ermitteln, was technisch machbar, sinnvoll und umsetzbar ist, um die Häuser so umzugestalten, dass sie modernen und umweltfreundlichen Ansprüchen genügen. " Den Büros wurden keine technischen Vorgaben gemacht. Sie arbeiten ergebnisoffen und individuell zielorientiert, werden somit jedem einzelnen Gebäude gerecht ", erklärt Hartmut Maßel, Vorsitzender des ZES. Orientierungspunkte setzten aber die geplanten oder bereits begonnen Maßnahmen über das Konjunkturpaket II, die in vielen Bereichen ebenfalls energetische Sanierungen zum Schwerpunkt haben und in das Klimaschutzkonzept einfließen sollen. Das fasst dann nötig Arbeiten zusammen und unterbreitet Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen. Ziel sei, da sind sich alle Beteiligten einig, modernen Standards im Umweltschutz gerecht zu werden, aber auch Einsparungen für den städtischen Etat zu erzeilen und den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt zu vergrößern. Denn das gesparte Geld stehe dann für andere wichtige Ausgaben zur Verfügung. Das komme unmittelbar den Bürgern zugute.

Beflügelt fühlen sich alle Beteiligten von den ehrgeizig gesetzten Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Berlin gibt Geld und übernimmt auch 80 Prozent der Kosten, die bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes anfallen. 20 Prozent trägt die Stadt.

Aus dem Gutachten ergibt sich 2010 eine Prioritätenliste für die Arbeiten an den Gebäuden. Diese müsse dann im Haushalt für jede Einzelmaßnahme untersetzt werden. Die Aussicht auf hohe finanzielle Förderung ist auch hier gut. " Wenn wir unsere Vorhaben mit einem konkreten Konzept, dessen Erstellung ebenfalls gefördert wurde, untersetzten, räumt uns das Chancen auf Drittemittel ein ", so Maßel.