Staßfurt. Drei Neunen im Datum sind anscheinend nicht zugkräftig genug, um als unvergessliches Hochzeitsdatum in die Familiengeschichte von heiratswilligen Paaren einzugehen. Der 9. 9. 2009 ist jedenfalls nicht so begehrt, wie eine Umfrage in den Standesämtern der Region ergab. So hat sich im Staßfurter Rathaus ein einziges Paar angemeldet. Das Trauzimmer auf Schloss Hohenerxleben bleibt leer. " Am 8. 8. 2008 hatten wir sechs Trauungen ", erinnert sich Standesbeamtin Monika Naumann. Am 9. 9. 1999 waren es sogar 13 Hochzeitspaare in Staßfurt.

Monika Proft in Hecklingen kann für heute immerhin auf zwei Trauungen verweisen. " Dann haben sich in diesem Jahr bisher 44 Paare das Ja-Wort bei uns gegeben ", so die Standesbeamtin in Hecklingen.

Leer bleiben heute das Standesamt in Güsten und auch das Trauzimmer der Verwaltungsgemeinschaft Saale-Wipper auf Schloss Plötzkau. " Der Mittwoch ist vielleicht auch nicht so lukrativ zum Heiraten ", meint die Güstener Standesbeamtin Gabriele Große. Der 8. 8. 2008 sei interessanter gewesen, an jenem Freitag heirateten drei Pärchen in Güsten. Für dieses Wochenende haben sich aber zwei Hochzeitsgesellschaften im Plötzkauer Trauzimmer angemeldet.

" Insgesamt wird bei uns im historischen Ambiente der Egelner Wasserburg gern geheiratet ", erklärte gestern der Standesbeamte Uwe Lachmuth. Für den 9. 9. 2009 konnte aber auch er niemanden vorweisen. Allerdings : " An diesem Wochenende wird es drei Trauungen geben, und am Sonnabend darauf sogar vier ", kündigte Lachmuth erfreut an. Bis gestern gaben sich übrigens 35 Paare in Egeln das Ja-Wort.