Hecklingen. Der penetrante Güllegestank, der vom Freitag, dem 7. bis zum Sonntag, dem 9. August den Hecklingern zu schaffen machte (" Volksstimme " berichtete ), ist nicht auf die örtliche Schweinemastanlage zurückzuführen. Das bestätigte das Landesverwaltungsamt in Halle. " Das waren unstreitig Landwirte ", sagte Pressesprecherin Denise Vopel. Und sie weiß auch, " dass es zum genannten Zeitpunkt in Hecklingen beträchtlich gestunken haben muss ". Nach Volksstimme-Informationen haben dort ein Strummendorfer Landwirt Gülle und ein Hecklinger Landwirt Hühnertrockenkot auf die Äcker aufgebracht.

" Wir haben für einen Betrieb Gülle gefahren, haben uns dabei aber strikt an die Vorschriften gehalten ", beteuerte Rainer Heukamp aus Strummendorf.

Dr. Rolf Arndt, der Chef des für Hecklingen zuständigen Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten in Halberstadt, sagte, die Landwirte hätten das gute Recht, am Tage und in der Nacht derartige Düngemittel auszubringen. Diese müssten dann aber innerhalb von 24 Stunden in die Erde eingebracht werden. Den dabei entstehenden Geruch müssten die Bürger in dieser Jahreszeit kurzfristig ertragen, sagte Dr. Arndt. In diesem Zusammenhang appellierte er aber an die Fairniss der Landwirte, diese Arbeiten nicht unbedingt an den Wochenenden durchzuführen, wo alle draußen Grillen wollen.

Arndt : " Wenn sich jemand bei uns beschwert, gehen wir dem nach und kontrollieren den Landwirt. In den letzten zwei Jahren habe ich aber nicht einen Verstoß ahnden müssen. "

Für die nächste Woche kündige das Landesverwaltungsamt eine Kontrolle der Schweinemastanlage in Hecklingen an, wo in den vergangenen Jahren, mit dem Bau einer Biogasanlage u. a ., einiges gegen die Geruchsbelästigung getan wurde.