Auf Einladung des stellvertretenden SPD-Fraktionschefs im Deutschen Bundestag Klaas Hübner war der langjährige und erfolgreiche ARDModerator Sven Kuntze zu einer Vortragsveranstaltung ins Theatercafe Staßfurt gekommen. Der mittlerweile 67-jährige mehrfache Fernsehpreisträger widmete sich dabei dem Thema " Ruhestand – und was nun ?"

Staßfurt. Warum er nach Staßfurt gekommen sei, erklärte der sympathische Gast so : " Erstens habe ich Wurzeln in Sachsen-Anhalt, denn meine Frau stammt aus Haldensleben, zweitens bin ich Rentner und drittens unterstütze ich Klaas Hübner. "

" Das Altwerden meiner Generation ist mir erst bewusst geworden, als meine Enkel statt Opa ‚ Alter’ zu mir sagten ", so der Referent weiter, " Das inspirierte mich zum Nachdenken. " Früher seien die Menschen nach einem schweren Arbeitsleben in Landwirtschaft oder Industrie nicht so alt geworden. " Heute ist das Leben im Rentenalter phantastisch. " Dank der modernen Medizin, der immer weniger werdenden körperlichen Arbeit und der bewussten Ernährung sei eine durchschnittliche 15-jährige Lebensphase im Rentenalter ein Massenphänomen geworden, so Kuntze. " Alles prima ? Ja und nein. "

Um das alles fi nanzieren zu können, fehle es in Deutschland an Kindern. " Nicht der von Ihnen eingezahlte Rentenbeitrag sichert die Rente, sondern das von der arbeitsfähigen Bevölkerung erwirtschaftete Bruttosozialprodukt ", äußerte Kuntze mit der demografi schen Erkenntnis, dass diese Gruppe immer kleiner werde.

" Deshalb müssen wir alten Menschen ", zu denen er sich selber zähle, " schnellstens lernen, die Kosten für das eigene Dasein zu senken ". Dazu zählte der Referent unter anderem, die Kosten für die Gesundheit durch möglichst langes Fitsein so gering wie möglich zu halten und die moralische Pfl icht, sich ehrenamtlich für andere alte Menschen einzusetzen. Mit entsprechenden Erfahrungen aus seinen USA-Aufenthalten untermauerte Kuntze diese Einschätzung. Damit war genug Gesprächsstoff für die folgende ausgiebige Diskussion gegeben.

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