Schönebeck. Die Diagnose kam für Roland Sklenar, der als junger Mann einmal Fallschirmjäger gewesen war, überraschend. Nachdem er vor drei Jahren einer Nachbarin beim Tragen geholfen hatte, lag er f ach – weil er sich einen Lendenwirbel gebrochen hatte. Osteoporose, lautete die Diagnose, die der 59-J ährige vor etwa drei Jahren erfuhr.

Roland Sklenar nahm Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf. Um dem Knochenschwund entgegegenzuwirken, trainierte er regelmäßig mit anderen Betroffenen. Muskeltraining ist deswegen für Osteoporose-Patienten so wichtig, weil Knochen- und Muskelmasse in engem Zusammenhang stehen ", erklärt Sklenar. Er selbst hat durch das Training spürbare Verbesserungen in der Knochendichte erzielt.

" Mittlerweile habe ich selbst die Leitung übernommen, nachdem die bisherige Gruppenleiterin aus Altersgründen ausschied ", erzählt Sklenar. Weil immer mehr Menschen an Osteoporose erkranken, steigt die Nachfrage nach Plätzen in Selbsthilfegruppen stark an. Daher möchte der Schönebecker, der ehrenamtlich für den Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose tätig ist, in der Elbestadt demnächst eine weitere Gruppe für Betroffene eröffnen.

" Viele Osteoporose-Patienten wissen nicht, dass sie die Kosten für das Training in den Gruppen, das in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten stattfndet, auf Antrag von der Krankenkasse erstattet bekommen. " Der Selbsthilfegruppenleiter rät Betroffenen daher, Hausärzte nach einem entsprechenden Antragsformular zu fragen.

Übrigens hat Roland Sklenar über das ehrenamtliche Engagement eine weitere Aufgabe gefunden. Als Projektleiter für Gruppengründungen des Bundesselbsthilfeverbandes stellt der 59-J ährige – ebenfalls ehrenamtlich – in ganz Ostdeutschland neue Osteoporose-Selbsthilfegruppen auf die Beine. Aufgabe : Interessenten sammeln, Kontakte zu Physiotherapeuten herstellen.

Interessenten aus Schönebeck und anderen Städten können sich bei Roland Sklenar melden unter Telefon ( 03928 ) 84 98 09.