Cochstedt. Zu einem Benefizkonzert mit dem Kreisposaunenchor des Kirchenkreises Egeln lädt der Vorstand des Förderkreises der Stephanikirche am Freitag, dem 5. Juni, um 19. 30 Uhr in das Gotteshaus nach Cochstedt ein. Bei Kerzenschein wird Posaunenmusik von Mendelssohn-Bartholdy, Schein und Franck erklingen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Kirchengemeinde freut sich auf viele Besucher, die helfen möchten, dass die Cochstedter Kirchenglocken wieder in alter Schönheit erklingen können.

Denn die Aktion ist Teil einer großen Spendenaktion, die der Förderkreis ins Leben gerufen hat und mit der die Restaurierung der Kirchenglocke der Stephanikirche nach und nach vorangebracht werden soll.

Mit Wehmut und großer Besorgnis werde immer wieder beklagt, dass die Glocken nur noch per Hand geläutet werden können. Das passiere insgesamt immer seltener, da von der Anlage auch eine Gefahr ausgehe, erklärt die Vereinssprecherin Gudrun Millsimmer. So sei man in Übereinkunft mit dem Gemeindekirchenrat jetzt dabei, dieses enorm kostenaufwendige Projekt in Angriff zu nehmen. Dies sei ein schwieriges Unterfangen in Zeiten knapper Kassen, erklärt sie weiter. Daher bitte der Gemeindekirchenrat alle Gemeindeglieder, Mitglieder im Förderkreis und Freunde der Cochstedter Kirche um finanzielle Unterstützung und lädt zum Benefizkonzert ein.

Die Liebe zu Schönem und Einzigartigem, das Interesse an der Kultur des Heimatortes und der Stephanikirche motiviere den Förderkreis immer wieder aufs Neue, wenn auch in kleinen Schritten, die Restaurierung voranzubringen.

Welche Bedeutung von Kirchenglocken allgemein in Gotteshäusern ausgehen, erklärt der Förderkreis. Als kleine Glöckchen und Schellen nahmen die Vorfahren unserer heutigen Kirchenglocken vor 5000 Jahren in Asien ihren Anfang. Über fast alle Hochkulturen gelangten diese ganz einfachen Klangkörper nach Europa und fanden ihren festen Platz in den Sakralbauten, doch erst in der christlichen Kirche entwickelten unsere Kirchenglocken ihre heutige Form und Bedeutung.

Glocken ordneten die Zeit von Gebet, Arbeit und Freizeit. Sie mahnten die Menschen, einige Augenblicke inne zuhalten, zu verweilen und nachzudenken. Sie rufen, selbst wenn man heutzutage weniger oft die Gelegenheit hat, sich die Zeit zu nehmen, um einmal stehen zu bleiben und hinzuhören, noch immer von ihren Türmen herab. Fehlen die vertrauten Wohllaute, werden diese auch von den Mitbürgern vermisst, die nicht unbedingt die Gäste im Gotteshaus sind. Das spricht aber für sich und die Schönheit dieses Klangkörpers.

Eine Kirche ohne Glocke sei daher einfach undenkbar. Selbst die kleinste Kapelle besitze wenigstens ein bescheidenes Glöckchen, um die Gläubigen herbeizurufen und die Musikinteressierten einzuladen.

Chor aus Neundorf gastiert am 6. Juni

Auch Spenden, die bei einem weiteren Konzert am Sonnabend, dem 6. Juni, in der Kirche eingenommen werden, fließen in die Restaurierung der Glocke. Dann wird um 14. 30 Uhr der Frauenchor der Volkssolidarität Neundorf zu hören sein.

" Heut ist ein wunderschöner Tag ", diese Liedzeile des Komponisten Siegfried Köhler soll eine herzliche Einladung zum Zuhören, Träumen und Mitsingen sein. Diesem Motto entsprechend gestalten die Sängerinnen ihren Auftritt. Aus dem vielfältigen Repertoire des Chores erklingen unter anderem Volksweisen, Sätze nach Schumann, Mozart, Beethoven und Scherzlieder. Durch das Programm führt Alexandra Schwemmer; mit besinnlichen Texten und Rezitationen erhält das Programm eine besondere Note.

Nach dem Konzert lädt der Vorstand des Förderkreises der Stepahnikirche wieder zu Kaffee und Kuchen in den Pfarrgarten ein.