Die Rolle von Staßfurts Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) als " Bettelstudent " war von Erfolg gekrönt. Denn inzwischen sind auf dem Spendenkonto der Kommune für das 29. Salzlandfest insgesamt 8700 Euro eingegangen.

Staßfurt. " Mit dieser Summe kommen wir gut und gerne aus ", sagte Zok bei einem Besuch der Firma a-tec Anlagen- und Behältertechnik GmbH in Staßfurt. Dort hatten ihm Geschäftsführer Gerd Schufft und der Investor Klaas Hübner einen Scheck über 1000 Euro überreicht.

" Wir hoffen, dass wir damit zur Finanzierung des Salzlandfestes beitragen können ", sagte Schufft und ließ dabei nicht unerwähnt, dass sich das mittelständische Unternehmen bereits an der 1200-Jahrfeier der Stadt im Jahr 2006 beteiligt hatte. Die Unterstützung einer solchen Großveranstaltung sei aus Schuffts Sicht besser, als einzelne Vereine der Stadt zu fördern.

Klaas Hübner, dessen Familie in Staßfurt gleich mehrere Firmen, wie zum Beispiel das Achslagerwerk und Krüger & Gothe, führt, lobte beim Trefffen mit dem Oberbürgermeister die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und das sehr wirtschaftsfreundliche Klima in der Stadt.

" Deshalb geben wir gern in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit etwas zurück ", sagte Hübner, der auch stellvertretender SPD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag ist. " Wir sind ein hiesiger Mittelständler und brauchen deshalb keinen Konzern in Dortmund zu fragen ", fügte er hinzu.

Hübner informierte den Stadtchef, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise auch an der Unternehmensgruppe nicht spurlos vorbei gehe. " Auf dem Niveau wie vor zwei Jahren liegen wir nicht mehr ", sagte der Geschäftsführer der a-tec Anlagenund Behältertechnik GmbH. Deshalb habe das Unternehmen die Kurzarbeiterregelung in Anspruch nehmen müssen. Schufft : " Das hilft uns ein großes Stück weiter. " Man sei jahrelang händeringend den Fachkräften hinterhergelaufen. " Es wäre fatal ", so der Geschäftsführer, " wenn wir sie jetzt verlieren würden. "

Die 1998 gegründete Gesellschaft, die derzeit an ihrem Standort auf dem ehemaligen CAS-Gelände in der Atzendorfer Straße rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, kann auf große Auftraggeber in Frankreich und auf holländische Anlagenbauer verweisen. Erstere beschäftigen sich mit der Vakuumf ltration, was ein antizyklisches Geschäft sei, hieß es. Insgesamt, so Hübners Fazit, seien die Firmen gut aufgestellt sei, wenn die Konjunktur wieder an Fahrt gewinne.

Der Oberbürgermeister dankte den Firmenchefs und den anderen Spendern für ihr Entgegenkommen. Dass sie sich auch in der Rezessionsphase für ihre Stadt engagieren, könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagte Zok.