Staßfurt. Die Ergebnisse, die in den letzten Jahren auf dem Gebiet des Stadtumbaus mit Hilfe der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 in Staßfurt erzielt wurden, stoßen international auf großes Interesse. Seit gestern halten sich 15 polnische Architekten sowie Stadtund Regionalplaner im Rahmen einer Fachexkursion in Sachsen-Anhalt auf, um sich in Dessau, Halle, Aschersleben, Sangerhausen und in Staßfurt zu informieren.

Da die Experten aus dem schlesischen Raum kommen, der ebenfalls mit Bergbaufolgeschäden zu kämpfen hat, ist für sie von besonderer Bedeutung, wie die Stadt Staßfurt diese Probleme bewältigt hat, teilte die Stadtverwaltung mit. Sie werden sich morgen in der Zeit von 10 bis 11. 30 Uhr, begleitet von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und einem Dolmetscher, in der alten Salzstadt umsehen. Als Stadtführer wird der Hobbyhistoriker Heinz Czerwienski fungieren.

Das Staßfurter IBA-Thema " Aufheben der Mitte " hat die Stabilisierung der Stadt mit ihren drei Kernbereichen und deren bessere Verknüpfung untereinander sowie die Umgestaltung und Aufwertung des Altstadtkerns unter den besonderen Bedingungen der Bergfolgen zum Ziel. Umfangreiche Expertenuntersuchungen, die in den 1990 er Jahren durchgeführt wurden, verhalfen den Stadtvätern zu wichtigen Erkenntnissen zur möglichen städtebaulichen Entwicklung in der Altstadt. Dazu gehören der Erhalt und die Aufwertung baulich genutzter Bereiche, die Gestaltung und Nutzung der durch Bergbaufolgen leer geräumten Flächen und die Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt.

Die Umgestaltungsarbeiten am Staßfurter Wendelitz, einem ehemals nicht gerade einladenden Areal, sind insbesondere durch den neu angelegten Stadtsee nicht mehr zu übersehen. Die Stadtmitte wird damit ein neues Erscheinungsbild und eine neue Bedeutung erhalten, ist die Stadtverwaltung überzeugt.

Langfristig sollen die Erfahrungen der Stadt einem internationalen Publikum in einem Kompetenzzentrum am Großen Markt vermittelt werden.