Staßfurt. Der demografi sche Wandel macht sich auch in der Grundschule Neundorf bemerkbar. Bereits jetzt wissen die zuständigen Ämter im Salzlandkreis und in der Stadtverwaltung, dass es für das Schuljahr 2012 / 2013 in Neundorf nicht genügend Kinder gibt, um eine erste Klasse aufzumachen. Unterrichtet werden sollen die zukünftigen " Krähenstedter " Abc-Schützen trotzdem vor Ort. Im Zusammenhang mit dem Entwurf zum Schulentwicklungsplan des Salzlandkreises, über den in den Fachausschüssen und Räten der Kommunen derzeit diskutiert wird, hat die Stadt Staßfurt einen Ausnahmeantrag gestellt. Die Genehmigung dazu ist befristet für das entsprechende Schuljahr, in dem die Mindestjahrgangsstärke unterschritten ist.

Im Landkreis hat man mit diesem Antrag kein Problem. In Neundorf gebe es noch genügend Schüler in den anderen Klassenstufen. Aus diesem Grund wolle man die bestehende Grundschule nicht mit einer voreiligen Entscheidung zur Aufgabe zwingen. Über 2013 hinaus müsse aber immer wieder neu geprüft werden, hieß es dazu aus dem Büro des Landrates.

Für Schüler aus der Grundschule Förderstedt, die ab dem Schuljahr 2010 / 2011 das Gymnasium besuchen wollen, eröffnet die Staßfurter Verwaltung die Möglichkeit, zwischen den Standorten Calbe und Staßfurt zu entscheiden. Die Stadt beruft sich bei dieser eigenen Maßgabe auf den Eingemeindungsvertrag. Die Einwohner aus Förderstedt und den gemeindeten Ortsteilen haben " die gleichen Rechte und Pflichten ", heißt es darin. So soll den Kindern auch die Möglichkeit eingeräumt werden, das Dr .-Frank-Gymnasium in Staßfurt zu besuchen. Der Stadtelternrat und der Fachausschuss für Kultur, Bildung und Sport stimmten dem Entwurf des Schulentwicklungsplanes mit den Hinweisen der Stadt zu Neundorf und zur Gymnasiumwahl zu. Im Stadtrat ist das Papier am Donnerstag, dem 26. März, noch einmal auf der Tagesordnung.