Kreativität und vielleicht auch ein bisschen Extravaganz – im positiven Sinn. Die Sekundarschule Maxim Gorki in Schönebeck sticht heraus in der Bildungslandschaft des Salzlandkreises. Schule mit Courage und zum Wohlfühlen will die Bildungseinrichtung sein. Seit gestern ist im Gebäude der Kreismusikschule in Staßfurt eine Ausstellung mit Kunstarbeiten der Schönebecker Gorki-Schüler zu sehen.

Staßfurt. Gezeichnete Bilder, Adaptionen großer Meister, Selbstporträts, Fensterbilder, Metallprägungen – die Spielarten der Kunst sind für die Mädchen und Jungen der Sekundarschule Maxim Gorki Tagesgeschäft. Im Kunstunterricht beschäftigen sie sich mit den vielfältigen Techniken, probieren neue Dinge aus, experimentieren. Das alles hat keinen Selbstzweck, denn alle Schüler proftieren von der Kreativität und dem Ideenreichtum des Einzelnen.

Die Schule selbst wird dabei zum Kunstwerk. Bilder hängen in den Fluren, im gesamten Gebäude fnden sich thematisch gestaltete Bereiche, überall stehen Pfanzen und der ganze Stolz der Bildungseinrichtung ist ein eigener Schulzoo, in dem Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, verschiedene Vogelarten und Fische ihr Zuhause gefunden haben. Arbeitsgemeinschaften kümmern sich um die Tiere und Pfanzen oder organisieren die Präsentation der Schulkunst. " Wir wollen eine Schule zum Wohlfühlen sein ", sagt Regine Soethe, Kunstlehrerin an der Gorki-Sekundarschule. Jeder solle sich wohlfühlen, die Atmosphäre biete Raum zum Lernen, für Spaß und zu kreativer Entfaltung. " Unser Schule lebt ", so die Pädagogin. " Denn überall grünt und blüht es. " Das Haus hat sich selbst ein ökologisches Prof l gegeben und wurde dafür mehrfach mit dem Titel " Umweltschule in Europa " ausgezeichnet.

Immer wieder hätten die Schüler und Lehrer neue Ideen, die Schulleitung trägt diese Gedankenspiele und versucht aus Ideen Realität werden zu lassen. " Hallo ... Kennst du eigentlich schon unsere Schule ? Schau doch mal !", präsentiert sich die Sekundarschule in der Straße der Jugend dementsprechend auch selbsbewusst in ihrem Werbef yer.

Und jetzt auch zum Anschauen, Mitmachen und zur Inspiration für andere. Im Gebäude der Kreismusikschule in Staßfurt wurde gestern eine Ausstellung eröffnet, die eine Auswahl der künstlerischen Arbeiten zusammenfasst. Zur Eröffnung, zu der auch Staßfurter Schulen geladen waren, stellten die Mädchen und Jungen ihre Werke vor und führten mit einem Anspiel in den Tag ein. Die Schüler kommen aus 13 verschiedene Nationen. In ihren Landessprachen erklärten sie, was der Begriff Heimat für sie bedeutet.

Ulf-Peter Freund, Mitarbeiter des Amtes für Kultur, Jugend und Erwachsenenbildung im Salzlandkreis, freut sich über die gelungene Schau. " Wer die Schule kennt, weiß um den Frohsinn und den Lebensmut, den das Gebäude durch die Arbeiten der Schüler ausstrahlt. " Die Ausstellung lade zum Betrachten ein, wecke aber auch Lust, Dinge nachzumachen. " Eine Inspiration auch für andere Schulen. "

Entstanden ist die Idee für eine solche Schau aus der Zusammenarbeit zwischen Kreis und Gorki-Schule bei den Landesliteraturtagen im Salzlandkreis 2008. Zum dritten Mal wird der neu gestaltete Raum der Kreismusikschule in Staßfurt für eine Ausstellung genutzt. " Wir wollen damit diesen Standort beleben und viele Besucher auf das Haus aufmerksam machen ", erklärt Ulf-Peter Freund.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. April zu sehen. Geöffnet ist die Galerie in der Kreismusikschule in der Bernburger Straße 13 in Staßfurt montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18. 30 Uhr sowie mittwochs und freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr.