Mit 172 Hochzeiten und 890 Neugeborenen war das Jahr 2010 in der Hansestadt Stendal ein eher durchschnittliches Jahr. Auch die Hitliste der beliebtesten Vornamen für den Stendaler Nachwuchs bringt nicht wirklich Neues.

Stendal. Sophie lässt sich einfach nicht vom Siegertreppchen verdrängen. Der Mädchenname, der sich vom griechischen Wort für Weisheit ableitet, führt seit dem Jahr 2004 ununterbrochen die Hitliste in Stendal an. Auch im gerade zu Ende gegangenen Jahr 2010 stand Sophie an der Spitze: 18 Mädchen erhielten von ihren Eltern diesen Vornamen, 19 waren es im Jahr zuvor.

Bei den Jungen kann der kleinen Weisen nur der kleine Löwe das Wasser reichen. Leon wurden 15 Neugeborene genannt. Für Leon ist es ein glänzendes Comeback. Er, der bereits in den Jahren 2006 und 2007 Sieger war, rutschte 2008 auf Platz fünf und 2009 auf Platz sieben ab, um nun wieder die Spitzenposition zu erringen.

Auf den zweiten Plätzen folgen ebenfalls gestandene "Kämpfer": Marie behauptet diesen Platz in der Spitzengruppe ebenso wie Sophie seit 2004, nachdem sie im Jahr davor ganz oben gestanden hatte. Paul, der Sieger von 2009, wurde dieses Mal von Leon vom obersten Treppchen geschubst. (Die übrigen Namen, die bei jungen Stendaler Eltern im vergangenen Jahr am beliebtesten waren, erfahren Sie im gelben Kasten rechts.)

Stendal liegt im Trend

Die Statistik des Standesamts der Hansestadt ordnet sich damit in den landes- und bundesweiten Trend ein. In Sachsen-Anhalt bildeten im vergangenen Jahr Mia – in Stendal auf Platz drei – und Paul die Spitzengruppe. In ganz Deutschland lagen Mia und Leon vorn.

In Sachen Eheschließungen war 2010 für Stendal ein durchschnittliches Jahr. Das Ja-Wort gaben sich laut Standesamtsstatistik 172 Paare; drei von ihnen schlossen eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft. Damit sind 20 Paare weniger als 2009 den Bund fürs Leben eingegangen. Die Zahl 172 liegt in etwa im Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte, als das Standesamt von 135 Ehen im Jahr 2003 bis 208 im Jahr 1996 schloss. Wesentlich heiratsfreudiger war da noch das Jahr 1990 mit 369 Eheschließungen. Am meisten zu tun hatten die Standesbeamtinnen im vergangenen Jahr im August, als sie 29 Ehen schlossen, gefolgt vom Juli (27) und Juni (23). Im Februar fanden mit fünf die wenigsten Paare zueinander.

Auch die Geburtenzahl in der Hansestadt und ihren Ortsteilen hielt sich 2010 im üblichen Rahmen. 890 Mädchen und Jungen kamen zur Welt – sieben weniger als im Jahr zuvor, 26 mehr als 2008.