Das Mini-Dorf Darnewitz liegt zwischen zwei für die Region bedeutungsvollen Parkanlagen. Sowohl der Windpark Schinne/Grassau als auch der Darnewitzer Findlingspark haben der 50-Seelen-Gemeinde zu überregionaler Aufmerksamkeit verholfen.

Darnewitz l Der Klädener Ortsteil Darnewitz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beachtenswerten Ortschaft zwischen zwei Parkanlagen entwickelt - im Süden liegt der Findlingspark, im Norden der Windpark Schinne/Grassau. Beide Parks sorgen dafür, dass die 50-Seelen-Gemeinde vermehrt überregional wahrgenommen wird.

Darnewitzer beteiligen sich zum achten Mal am bundesweiten "Tag des Geotops"

Der Findlingspark, der seit der Eröffnung im Jahr 2007 neben unzähligem Gestein mit einer Streuobstwiese, einem Ausstellungsgebäude, Info- und Schautafeln, einer begehbaren Sonnenuhr, einem Weiden-Dom und vielem mehr versehen wurde, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Mitglieder des Heimatvereins "Wir für Darnewitz" (im Jahr 2000 gegründet) beteiligen sich mit ihrem Geschiebepark im laufenden Jahren zum achten Mal am bundesweiten "Tag des Geotops".

In "Bismark 2025", der Anpassungsstrategie der Einheitsgemeinde Bismark an den demografischen Wandel, ist nachzulesen, dass der Darnewitzer Findlingspark neben den Meßdorfer Musikfesttagen "das Potenzial für ein nachhaltig zu entwickelndes Tourismusprodukt" der Einheitsgemeinde hat. Das ist nicht unwesentlich dem bürgerlichen Engagement der Mitglieder des Heimatvereins sowie der Einwohner zu verdanken, die damit in der Einheitsgemeinde zu den Paradebeispielen gehören.

Daneben bezeichnen die Darnewitzer ihr Dorf auf ihrer Homepage in aller Bescheidenheit als Energiestandort. Östlich vom Dorfeingang (von Schinne kommend) stand einst eine Bockwindmühle. Die Nutzung von Windenergie war demnach für die Darnewitzer schon immer interessant und von Bedeutung.

Dass sie einmal den größten Windpark der Region vor die Nase gesetzt bekommen, haben die Darnewitzer sicherlich nicht erwartet. Auf dem insgesamt 362 Hektar großen Areal des Windparkes Schinne/Grassau werden sich künftig über 40 Windkraftanlagen drehen. Da, wo einst die Gutskirche den Blickfang bildete, erheben sich heute unzählige Windräder, die das Landschaftsbild prägen. Zudem verfügt der "Energiestandort Darnewitz" in der Ortschaft über Fotovoltaik- und Solaranlagen.