Stendal (vl) l 13254 Einsatzstunden leisteten die Mitglieder der Stendaler Feuerwehr im vergangenen Jahr. Das sind fast 10000 mehr als 2012; damit hat sich ihre Zahl verdreifacht. Dieser enorme Anstieg ist der Juni-Flut geschuldet. "Gottlob war unsere Stadt nicht von den Wassermassen betroffen", erklärte Wehrleiter Michael Geffers während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend. Dennoch sei die Hochwasserkatastrophe zur größten Herausforderung im vergangenen Jahr geworden, schätzte er ein und begründete: "Es gab fast keinen Einsatzabschnitt im Landkreis, wo wir nicht mit Technik oder Personal im Einsatz waren."

Großbrände in Peulingen und nahe Bindfelde

Kein Wunder also, dass Geffers von einem "sehr anspruchsvollen Einsatzjahr" für die Stendaler Kameraden und die Ortsfeuerwehren der Hansestadt sprach, in dem es viele Herausforderungen zu meistern galt. Der Stendaler Wehr bescherte es 291 Einsätze und damit 79 mehr als 2012. Sie resultierten unter anderem aus technischen Hilfeleistungen, der Beseitigung von Ölspuren, natürlich Bränden, aber auch die Rettung von Tieren - von Katzen bis hin zu einem Mauersegler.

84 Mal wurden die Stendaler Wehr alarmiert, um Brände zu bekämpfen. Damit stieg ihre Zahl im Vergleich zu 2012 um fünf, lag aber im Mittel der vergangenen zehn Jahre im unteren Bereich der Skala. Zwei Großbrände beschäftigten die Kameraden im Vorjahr: In Peulingen standen Ende Juni Strohballen in Flammen und Anfang August dann bei Bindefelde eine Wald- und eine Freifläche.

Die 123 Mitglieder der Stendaler Wehr standen nicht nur bei Hilfs-, Rettungs- und Löschaktionen ihren Mann, sondern zudem bei Veranstaltungen mit und für Einwohner der Stadt. Geffers verwies auf das Maifeuer, den Tag der offenen Tür, den Verkehrssicherheitstag. Der Wehrleiter bedauerte, dass trotz solch öffentlicher Aktionen der erhoffte Mitgliederzulauf ausblieb. Der bleibt ein Ziel auch für dieses Jahr, machte Geffers deutlich