Stendal l "Wir wollen die Hospizidee auf die Straße bringen", erzählt Ulrich Paulsen, Leiter des evangelischen Hospizes. Hinter der Idee steckt eine Laufpatenschaft. Um die Hospizarbeit ideell wie materiell zu unterstützen, sucht Paulsen Paten, die die Laufaktivitäten von insgesamt acht haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizarbeit finanziell "belohnen".

"Die Mitarbeiter erlaufen für jeden zurückgelegten Kilometer 0,25 Cent fürs Hospiz", sagt Paulsen. In diesem Jahr seien fünf bis sechs Teilnahmen Marathons geplant. Den Auftakt bietet der Tangermünder Elbdeichmarathon am 13. April. "Acht Mitarbeiter sind schon angemeldet." Mit dieser Aktion solle neben der Unterstützung der Hospizarbeit auch die Gesundheit und Entspannung der Mitarbeiter gefördert werden. Um das Gemeinschaftsgefühl zu verstärken, hat Paulsen für alle Läufer Hospizshirts anfertigen lassen.

Seiner Bitte, eine Laufpatenschaft zu übernehmen, folgte am Donnerstag Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert (Die Linke) gemeinsam mit Linken-Kreisvorsitzenden Mario Blasche bei einem Besuch im Stendaler Hospiz.

Kunert hatte sich sofort bereit erklärt und übernahm eine Laufpatenschaft für Ramona Höppner, seit vier Jahren in der Hospizarbeit tätig. "Ich finde die Idee toll, Spenden an eine gewisse Leistung zu koppeln und wünsche mir, dass sich andere anschließen", sagt die Abgeordnete

Mit ihrer Unterschrift übernimmt sie alle Wettkampfkilometer für ein ganzes Jahr und unterstützt das Hospiz mit je einen Euro pro Kilometer. Zusätzlich motiviert sie Höppner für die 10-Kilometer-Strecke beim Elbdeichmarathon mit 10 Euro pro Kilometer.

Kunert übernimmt auch die Patenschaft für ihren Parteikollegen Mario Blasche, der in seiner Freizeit gerne läuft und an Wettkämpfen teilnimmt.