Storkau/Billberge l Seit vielen Wochen ist der Ausbau des Weges zwischen Billberge und Arneburg ein Thema in den Ausschüssen der Stadt Tangermünde und auch der Stadt Arneburg. Der Grund: Die Trasse zwischen beiden Orten befindet sich in einem Zustand, der es vor allem Autofahrern, aber in erster Linie Radfahrern nur schwer möglich macht, diese Verbindung zu nutzen.

Während Storkaus Ortsbürgermeisterin Sabine Augustin strikt gegen den Ausbau ist, da der Weg ihrer Meinung nach zu einer Rennstrecke zwischen beiden Orten avancieren könnte, ist die Mehrheit des Ortschaftsrates mit den Plänen einverstanden. Auch der Tangermünder Stadtrat hatte sich in der Vergangenheit mit Mehrheit für die Umsetzung des Projektes ausgesprochen. Für das Jahr 2014 sind sogar die dazu erforderlichen Eigenmittel in Höhe von 56 000 Euro in den Haushalt eingestellt worden.

Doch nun kam die Bremse. Die Stadt Arneburg erhielt, da der größere Teil des Weges in ihrer Gemarkung liegt und von dort aus der Antrag gestellt wurde, den Fördermittelbescheid. Darin sind jedoch nicht die geplanten 80 Prozent der Kosten als Zuschuss ausgewiesen, sondern nur 60 Prozent. "Für Tangermünde würde das bedeuten, statt des Eigenanteils von 56 000 Euro fast 120 000 Euro zahlen zu müssen. Und das lässt sich im Haushalt nicht darstellen", sagte Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter für Investitionen und Liegenschaften der Stadtverwaltung, während der jüngsten Bauausschusssitzung.

Widerspruch gegen Bescheid wurde eingelegt

Er berichtete weiter: "Die Stadt Arneburg hat Widerspruch gegen diesen Bescheid eingelegt." Denn auch von dieser Seite wäre es nicht möglich, den Weg zu bauen, wenn nicht die geplanten 80 Prozent Zuschuss kommen würden.

Im Zuge der Haushaltsberatung hatten sich am Mittwoch die Mitglieder des Hauptausschusses für den Ausbau des Weges ausgesprochen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Eigenanteil der Stadt die eingeplanten 56 000 Euro nicht übersteigt.

Bürgermeister Rudolf Opitz sagte dazu: "Es wäre schon schön, wenn wir das gebacken bekommen." Immerhin ist dieser Weg seit vielen Jahren vor allem für all jene, die mit dem Tourismus in der Region eng verbunden sind, Gäste aufnehmen, weiterleiten, Empfehlungen geben, ein Dorn im Auge. So weist Regine Schönberg, Leiterin des Tangermünder Tourismusbüros, seit längerer Zeit immer wieder auf den Zustand des Weges hin. An vielen Stellen sei er inzwischen zu einer echten Gefahr geworden. Vor allem dann, wenn sich Radfahrer auf dem schmalen asphaltierten Streifen begegnen, ist es schon oft zu Kollisionen gekommen, hat es Unfälle gegeben.