Das ShalomHaus Tangermünde feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Aus einer Idee, einem runden Tisch entstanden, hat sich die Einrichtung heute zu einem festen Bestandteil in der Kinder- und Jugendarbeit entwickelt. Leiter des Hauses ist von der ersten Stunde an Hans-Ulrich Schmidt.

Tangermünde l Vor mehr als zehn Jahren war die offene Kinder- und Jugendarbeit in Tangermünde noch Sache der Kommune. Der Schüler- und auch Jugendklub waren damals wie heute im Grete-Minde-Haus zu finden, allerdings längst nicht mit dem Anspruch, der heute an das Freizeitangebot dieser Altergruppe gestellt wird.

Jugendarbeit in freien Händen

Die Stadt entschloss sich, diese Arbeit in die Hände eines freien Trägers zu geben. Auf deren Initiative hin und das Zutun der evangelischen Kirchengemeinde St. Stephan wurde das ShalomHaus geboren.

Shalom ist das hebräische Wort für Frieden Gottes. Das ist Basis und Motiv für das Engagement der Mitarbeiter dieser Einrichtung. Allen Menschen der Stadt Tangermünde und der umliegenden Orte steht unabhängig von sozialer, religiöser und politischer Herkunft und Bildung jedes Angebot dieses Hauses offen.

Im Laufe des Jahrzehnts wurde im Grete-Minde-Haus ein täglich stark frequentierter Schülerklub unter Leitung von Angela Seibt aufgebaut. Auch der Jugendklub unter Regie von Nikolaos Papagiannakis erfreut sich großer Beliebtheit. Beide erfüllen die Räume mit Leben, mit interessanten und abwechslungsreichen Angeboten - jeweils für ihre Zielgruppen, aber auch für gemeinsame Aktionen.

Die Kinderstadt und auch das Kinderfest sind mittlerweile im Leben der Stadt feste Größen geworden. Regelmäßige Fahrten, die gemeinsamen Frühstücke in Ferienzeiten, Angebote in der Adventszeit und jede Menge andere Ideen erfüllen das Tangermünder Freizeitangebot mit Abwechslung. Möglich ist all das aber nur, weil das ShalomHaus einen unglaublich starken Förderer in der Rückhand weiß: Die Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung trägt seit vielen Jahren einen Großteil der Kosten. Außerdem hat sie viel Geld für die Sanierung und den Umbau des Grete-Minde-Hauses zur Verfügung gestellt, in dem auch der Schulhort untergebracht ist.

Streetwork ist ein Teil des Netzwerkes

Zum Netzwerk des ShalomHauses gehört unter anderem auch die Arbeit von Streetworkerin Carola Schulz. Sie ist die Kontaktperson für all jene Jugendlichen, die nicht den Klub besuchen.

Mit einer Festwoche vom 11. bis 17. April wird in diesem Jahr das Zehnjährige gefeiert. Ein Tag der offenen Tür, verschiedene Projekte, ein Gesundheitstag, ein Back- und Kochworkshop sowie ein Familientag und Ferienfrühstück sind dafür unter anderem geplant. Wann was genau stattfindet, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

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