Um Arneburg touristisch noch interessanter zu gestalten, veranstaltet die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderverein "Östliche Altmark" ein Pleinair. Architekten, Landschaftsgestalter und Designer bringen ihre Ideen ein.

Arneburg l Wie könne die Stadt Arneburg, die sich seit September vorigen Jahres Erholungsort nennen darf, für Touristen noch attraktiver gestaltet werden? Darüber können sich im September dieses Jahres Architekten, Landschaftsgestalter und Designer sowie Studenten dieser Fachrichtungen aus den Universitäten Leipzig und Weimar sowie der Kunsthochschule Burg Giebichenstein (Halle/Saale) Gedanken machen. Sie werden ihre Ideen während eines Pleinairs entwickeln.

Schon seit längerem überlegt die Stadt, wieder ein Pleinair an die Elbe zu holen. 1993 fand ein internationaler Malerpleinair statt. Weitere folgten. Um Ideen für das nächste zu finden, holte sich die Stadt Dr. Wolfgang Haaker vom Kulturförderverein "Östliche Altmark" mit ins Boot. Gemeinsam mit Arne Könnecke vom Kultur- und Heimatverein Arneburg entstand der Grundrahmen des geplanten Plenairs. Diesmal sollten sich nicht die Maler und Bildhauer von der Stadt und der Umgebung inspirieren lassen, sondern Leute, deren Metier die Gestaltung von Stadt und Landschaft ist.

"Wir müssen die Stadt so gestalten, dass sich die Generation nach uns angesprochen fühlt"

Dr. Wolfgang Haaker

Haaker stellte den Stadträten am Dienstag das Konzept vor. Wie er erklärte, könne "die 1000-jährige Stadt mit drei Komponenten wuchern: der Elbe, der einstigen Burg und der Geschichte." Diese drei Dinge seien in die Gegenwart zu integrieren. "Wir leben im Jahr 2014. Wir müssen die Stadt so gestalten, dass sich die Generation nach uns angesprochen fühlt", erklärt Haaker.

Das Vorstandsmitglied des Kulturfördervereins ist gespannt darauf, wie die Teilnehmer des Pleinairs diese Vorgabe umsetzen. Eine Idee bringt er bereits mit ein. So könne auf dem Burgberg ein burgähnliche Pavillon entsehen, in dem Ausstellungen zur Burg aber auch zum einst geplanten Kernkraftwerk aufgebaut sind. "Auch das ist ein Stück Arneburger Geschichte, die es Wert ist, dokumentiert zu werden", argumentierte Haaker.

In Unterstützung von Stadt und Verbandsgemeinde sollen Fördermittel für das Pleinair, beantragt werden. "Geld ist da, man muss ich nur richtig bücken", sagte Haaker. Die entsprechenden Fördertöpfe müssen allerdings noch ausfindig gemacht werden. "Wir werden versuchen, entsprechende Mittel zu bekommen", sicherte Bürgermeister Lothar Riedinger zu, schließlich werde das Pleinair Ausstrahlung über Arneburg hinaus haben.

Die Teilnehmer werden zwei Wochen vor Ort in Arneburg arbeiten sowie zwei weiteren Wochen in ihren heimischen Ateliers und Arbeitsräumen. Unterstützung erhalten sie von Eigenbetrieb der Stadt. Des Weiteren arbeiten sie mit der Kunst- und Kulturscheune sowie den Vereinen zusammen.

Einstimmig sprach sich der Stadtrat während seiner Sitzung am Dienstag für das Pleinair im September aus.