Jeder kennt es, und viele haben eines - ein Büro. Mal unaufgeräumt, mal ordentlich, aber immer einzigartig und oft ganz persönlich. Die Volksstimme stellt in der Serie "Mein Büro und ich" in loser Folge einige Arbeitszimmer vor. Heute: Daniel Jircik, Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft.

Stendal l Seit Oktober 2008 sitzt Daniel Jircik als Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) in einem Büro an der Weberstraße. "Hier bin ich mehr als zu Hause", sagt er. Daher ist ihm die persönliche Note seines Arbeitsplatzes auch wichtig. In seinem Büro finden auch Besprechungen statt, der eigentliche Konferenzraum wird selten genutzt.

Weltkarte: "Australien und Kanada kann ich besuchen, wenn ich groß bin", ist Jirciks Überzeugung. Afrika, Südostasien, Nord- und Südamerika hat er bereits intensiv bereist. Und das als Rucksacktourist, der nur An- und Abflug bucht. "Dazwischen kommt Abenteuer", beschreibt er den Reiz

Pokale: Volleyball spielt er bereits seit er 16, 17 Jahre alt ist. Derzeit ist er für Post Stendal aktiv. Besondere Bedeutung hat für ihn der Lessing-Kopf, den er in Kamern gewann. Das Turnier hatte er einst selbst mit ins Leben gerufen und gewann den Pokal, als er schon zwei Jahre in Stendal war. "Das war dann der endgültige Abschied für mich", sagt er.

Reiterbilder: "Ich bin ein großer Fan des British Empire", erklärt Jircik. Er sammelt auch Devotionalien aus und über jene Zeit, etwa Helme, Uniformjacken und vor allem Bücher. Als er noch genügend Zeit dafür hatte, schrieb er sogar Wikipedia-Beiträge zum Weltreich der Briten.

Walrosszahn: "Den haben Seeleute geschnitzt, irgendwo in Südamerika, genau weiß ich das nicht mehr."

SWG-Werbebanner: "Ich finde das Motiv sehr gelungen, derzeit steht das Bild mit den jungen Leuten bei mir im Büro, da waren aber auch schon die Senioren."

Kaffeetasse: Ohne das Koffeingetränk funktioniert Daniel Jircik nicht. "Wenn ich einmal keinen angebotenen Kaffee nehme, bin ich tot", sagt er schmunzelnd.

Büsten Napoleon, Lord Kitchener, Buddha: Den französischen Eroberer fand er schon als Kind toll, der Lord steht für das British Empire, und zu Buddha fällt ihm spontan nichts ein. "Alles, was da reininterpretiert wird, wird mehr sein als der wahre Grund", meint Jircik.

Farbpalette: "Das zeigt die Möglichkeiten für die Carl-Hagenbeck-Straße 31 bis 44", erläutert der SWG-Chef. Zu viel Farbe soll es nicht sein, er weiß, dass das nicht allen Mietern gefällt.

Stendal-Karte: Die gleiche Abbildung hängt auch in der Jakobikirche. Die Jahreszahl verrät die Karte nicht. Aber Daniel Jircik ist begeistert von der Darstellung Stendals zwischen den Wällen, auch wenn sein Augenmerk größtenteils außerhalb der einstigen Begrenzungen der alten Hansestadt liegt.