Tangermünde l Zum Frühjahrsputz hatten sich am Sonnabendmittag neun Mitglieder der Tangermünder Amateurfunker in ihrem Vereinsdomizil getroffen. Im April kommen die Männer jedes Jahr zusammen, um den Staub und Schmutz der vergangenen Monate zu beseitigen, einmal gründlich für Sauberkeit zu sorgen.

Staubten sie sich dabei noch vor einigen Jahr kräftig selbst ein, wenn sie mit dem Besen im Turm von oben nach unten für Reinheit sorgten, so kommen heute Staubsauger zum Einsatz. Jeder Winkel wird damit sauber und niemand bekommt Atemnot.

Der Schrotturm dient den Amateurfunkern als Standort für die Antennen. Auf dem Dach des Turms befindet sich alles, was ein Amateurfunker so benötigt, um mit Gleichgesinnten in aller Welt Kontakt aufnehmen zu können. Deshalb muss der Weg auf das Dach auch ständig frei und begehbar sein. "Außerdem gibt es eine Vereinbarung mit der Stadt, die besagt, dass der Turm von Mai bis Burgfest immer sonntags für Interessenten geöffnet werden soll", sagte Funker Dirk Hausner am Sonnabend.

Deshalb gilt Folgendes: Während der sonntäglichen Treffen hier am Turm von 10 bis etwa 12 Uhr kann jeder, der Interesse hat, auf den Schrotturm steigen und einmal von hier aus den Blick über die Stadt genießen. Wer außerhalb dieser Zeit hinauf möchte, muss Kontakt zu den Funkern aufnehmen

Wenn sich die Amateurfunker treffen, sind sie allerdings die meiste Zeit in ihrem kleinen Vereinsraum am Fuße des Turms anzutreffen. "Wir tauschen uns aus, berichten von unseren neuesten Projekten oder schauen Amateurfunkfernsehen", berichtete Hans-Joachim Krüger von den Aktivitäten am Standort Tangermünde.

Derzeit zählt der Verein mehr als 30 Mitglieder aus der Region Stendal, Osterbrug, Havelberg. Zu festen Terminen im Vereinsleben zählt das jährlichen Sommerwochenende in Schönfeld. "Das war im vergangenen Jahr aufgrund des Hochwassers leider ausgefallen", erklärte Lutz Wegener. Doch in diesem Jahr soll es auf jeden Fall wieder stattfinden. Auch der Termin steht schon fest: 20. bis 22. Juni.

"Nur mit der Jugendarbeit ist es auch bei uns ein bisschen schlecht", bedauerte Krüger die weniger rosige Aussicht auf frischen Wind im Verein.

Den gab es im vergangenen Jahr allerdings aus anderer Richtung. "Zu Weihnachten hatten wir die Stadtführerkinder hier bei uns im Turm. Sie haben ihren Weihnachtsfilm gezeigt. Das war eine echt tolle Geschichte und eine sehr angenehme Zusammenarbeit mit Frau Hoffmann", sagte Dirk Hausner noch immer begeistert. Deshalb wurde am Sonnabend zum Arbeitseinsatz auch die Elektrik ein wenig aufgerüstet, um die technischen Voraussetzungen für weitere Aktionen der Stadtführerkinder im Schrotturm unterstützen zu können. "Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Es hat viele Besucher angelockt und so kommt auch frisches Blut rein", sagte Krüger.

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