Stendal. Wandern, Briefmarken, Stadtgeschichte – solche unterschiedliche Interessen finden im Stendaler Kultur- und Heimatverein zusammen. Zum Auftakt des Jahres 2011 und zur Wahlversammlung trafen sich am Sonnabend die Mitglieder in ihrem Vereinslokal. Mit der erfreulichen Feststellung, dass die meisten der 44 Mitglieder der Einladung gefolgt waren, blickte der Vorsitzende Ludwig Reinig anschließend in seinem Bericht auf das abgelaufene Jahr zurück.

Neben dem umfangreichen Programm der Wandergruppe mit Exkursionen, Wanderzielen, Vorträgen und geselligen Stunden verweisen auch die Philatelisten auf rege Aktivitäten. Sie organisierten Tauschabende, fassen geschichtliche Zusammenhänge anhand der Briefmarken zusammen und dokumentierten die Veränderungen der einstigen Poststrukturen. Die Anhänger der Stadtgeschichte haben sich auf die Stadtführungen und die Mitarbeit im Kirchen-Förderverein konzentriert.

"Dank gebührt den Verantwortlichen der Gruppen, aber auch den Einzelmitgliedern, die für die kontinuierliche und abwechselungsreiche Arbeit sorgen", meinte der Vorsitzende, Ludwig Reinig, der auch im Vorstand des Altmärkischen Heimatbundes mitarbeitet. Dass in dem Dachverband die Arbeit der Stendaler Mitglieder anerkannt wird, bestätigte er ihnen am Festabend.

Ähnlich wie andere Vereine klagt auch der Stendaler Kultur- und Heimatverein über eine Überalterung und Reduzierung des Mitgliederstandes. "Viel Augenmerk müssen wir auf die Gewinnung neuer und besonders jüngerer Mitglieder legen", betonte der Vorsitzende. Einen Impuls werde seiner Einschätzung nach sicherlich das Altmärkische Heimatfest geben, welches im Mai in Arneburg stattfindet.

Da in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet wurde, dass die einzelnen Gruppen oftmals gleichgelagerte Interessen haben, wurde der Vorschlag, Exkursionen, Veranstaltungen oder Fahrten gemeinsam zu unternehmen, einstimmig angenommen.

Eine große Bewährungsprobe für diese Gemeinschaft dürfte die Feier zum 20-jährigen Bestehen im Mai werden. Dieses Jubiläum solle unbedingt mit einer Festveranstaltung gewürdigt werden, waren sich alle einig. Der Verein ist nach der Wende, im Jahr 1991, aus dem Kulturbund hervorgegangen.

Nach der positiven Einschätzung der Vereinsarbeit durch die Revisionskommission und die Kassenprüferin stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Einstimmig wurden Ludwig Reinig (Vorsitzender), Dörte Hesse (Stellverterin) Magdalena Strohschneider (Schatzmeisterin), Fred Möring (Schriftführer), Hiltraud Sitka (Beisitzerin) gewählt. Die Revisionskommission besetzen Helga Nahrstedt und Marta Jahns.