Stendal l 120 Jugendliche bekamen am Sonnabend in zwei Durchgängen ihre Jugendweihe. Festredner im Saal der Tanzschule Schier-Rösel war DGB-Kreisvorsitzender Peter Bollfraß. Er erinnerte daran, dass dieser Tag der Beginn des Erwachsenwerdens, aber noch lange nicht sein Abschluss ist. "Dafür gibt es kein Datum mit Uhrzeit wie bei der Geburt oder dem Tod", sagte er. Vielmehr sei es eine Entwicklung. So gebe es alte Menschen, die nie erwachsen geworden seien, und andere Alte, die zwar erwachsen geworden, aber im Herzen jung geblieben sind. Die Reise zum Erwachsenensein sei keine Pauschalreise, bei der im Voraus schon alles organisiert ist. "Und bei ihr gibt es auch keine Rückfahrkarte", gab Bollfraß zu bedenken. Er ermunterte die Jungen und Mädchen dazu, an diesem Tag ihren Eltern und Großeltern Danke zu sagen.

Anna Weise und Jakob Lehmann taten dies im Namen ihrer Gruppe. "Die sachliche Definition für Familie aus dem Lexikon gefällt uns nicht, für uns bedeutet sie mehr", sagte Anna, "Wärme, Nähe, Vertrauen, Geborgenheit und Liebe". Für die kulturellen Highlights sorgten die Band Lysander und Gruppen der Tanzschule, für die philosophischen neben dem Festredner die Moderatorin Frederike Cierpinski mit Sätzen wie: "Treue üben ist eine Tugend, Treue erfahren ist Glück."

Bilder