Tangermünde l "Unsere Bremer sind schon gestern Abend angekommen. Sie freuen sich total auf den heutigen Lauf", berichtete Christel Börsch gestern Morgen. Dabei wanderten die Augen der Geschäftsführerin der Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde (SET) suchend über den Platz am Hafen. Bei den vielen Menschen eine fast aussichtslose Sache, jemanden zu finden. "Sie sind alle in Rot und groß. Eigentlich müsste man sie sehen", sagte sie. Wenige Sekunden später dann der Erfolg. "Da sind sie doch", lautete der erleichterte Satz. Christel Börsch hatte ihn entdeckt: Andreas Bettray, Geschäftsführer der Fähren Bremen-Stedingen GmbH, und dessen Mitstreiter.

"Gute Gelegenheit, uns nach dem Stand des Neubaus zu erkundigen."
- Andreas Bettray, Bremen

Im wahren Leben sind sie Kollegen, kennen Tangermünde, weil zum zweiten Mal eine Fähre für ihr Unternehmen auf der Werft neu gebaut wird. "Der Marathon ist zugleich eine gute Gelegenheit, uns auf der Werft nach dem Stand des Neubaus zu erkundigen", verriet Bettray. Am Sonntag waren die zehn Bremer allerdings nicht nur Kollegen, sondern auch Sportler mit gleichem Ziel. "Ein Teil läuft die zehn Kilometer, der andere den Halbmarathon", sagte Andreas Bettray, der auch sonst schon einige Läufe absolviert hat. Der Tangermünder Lauf war für die zehn Bremer Premiere. "Ein toller Lauf, alles ging gut", sagte einer von ihnen nach dem sportlichen Teil des Tages. "Jetzt geht es wieder nach Hause."

"Dieser Lauf hier ist einfach super - Stimmung und Verpflegung." - Robin Ritter, Magdeburg

Für Ralf und Robin Ritter aus Magdeburg - Vater und Sohn - war der 7. Elbdeichmarathon deren zweiter. "Wir laufen seit 2007 gemeinsam", berichtete Ralf Ritter. Sohn und auch Tochter hätte er mit seiner früheren, 2007 wieder aufgelebten Leidenschaft angesteckt. "Dieser Lauf hier ist einfach super", schwärmte Sohn Robin. "Es gibt jede Menge Verpflegungspunkte, überall eine große Auswahl. Da muss man seine Trinkflaschen gar nicht mitnehmen." Auch die Stimmung in den Dörfern begeisterte das Vater-Sohn-Gespann in diesem Jahr erneut. "Wir nehmen eigentlich an vielen Läufen so rund um Magdeburg teil. Aber der hier ist einfach der beste."

Auch wenn der heftige Wind den einen oder anderen Sportlern nicht zur Bestzeit auflaufen ließ, so gab es auch dieses Mal wieder ein rundum gut durchorganisiertes Helferfeld. An Weggabelungen und Wenden saßen Streckenposten, viele Verpflegungspunkte und Toiletten gab es entlang der Strecke.

Am Hafen selbst waren im Zelt und auch auf dem großen Areal jede Menge Angebote für Läufer und deren Begleiter aufgebaut. Sportausstattung, Nahrungsmittelergänzungen, Essen und Trinken, ein riesiges Info- und Mitmach-Programm am AOK-Stand, Glücksraddrehen am Volksbankstand, Informationen von Bundeswehr und einem Autoanbieter. Für die Kinder standen mittendrin Hüpfburg und Spielgeräte bereit. Thomas Schulze und Gerhard Sievert moderierten das Geschehen. Clown Tommy unterhielt die Kleinsten erst draußen mit seiner Luftballonkunst, später im Zelt mit einem Programm.

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