Unfall-Statistik 2013

2013 | 2012 | 2011 | 2010


  • Verkehrsunfälle gesamt: 252 | 244 | 254 | 288

  • mit Personenschaden: 30 | 22 | 25 | 26

  • mit Sachschaden: 222 | 222 | 229 | 262

  • Getötete Personen: 2 | 0 | 2 | 2

  • Schwerverletzte Personen: 11 | 7 | 6 | 6

  • Leichtverletzte Personen: 22 | 17 | 22 | 26


Hauptunfallursachen

  • Wild: 135 | 129 | 131 | 129

  • Geschwindigkeit: 23 | 15 | 21 | 34

  • Wenden/Rückwärtsfahren: 15| 18 | 22 | 30

  • Falsche Straßenbenutzung: 13 | 14 | 11 | 25

  • Ein-/Ausfahren: 9 | 6 | 6 | 9

  • Vorfahrt: 6 | 7 | 6 | 5

  • Alkohol: 4 | 3 | 2 | 4

  • Sicherheitsabstand: 4 | 7 | 10 | 11

Verkehrsunfälle

  • auf der Landstraße: 125 | 121 | 112 | 147

  • auf der Kreisstraße: 74 | 65 | 73 | 68

  • auf der Gemeindestraße: 53 | 58 | 69 | 73

Bismark l "Mit Blick auf das Verkehrsgeschehen in der Region war 2013 kein so erfolgreiches Jahr", stellt Thomas Fenzl, der Leiter der Revierstation Bismark, fest. "Trotz des Druckes, den wir durch Kontrollen und Präsenz versuchen zu erzeugen."

Zu der Einschätzung kommt der Polizei-Oberkommissar neben der leicht gestiegenen Anzahl an Verkehrsunfällen vor allem wegen der zwei Verkehrstoten im Vorjahr. Mitte März war eine Frau zwischen Bismark und Wartenberg gegen einen Baum gefahren, am ersten Weihnachtsfeiertag wurde in den frühen Morgenstunden ein Fußgänger auf der Landesstraße zwischen Bismark und Garlipp von einem Pkw erfasst.

Mehr als die Hälfte der Verkehrsunfälle (knapp 54 Prozent) in der Region wird durch Wild verursacht. "Das hängt mit der zunehmenden Mobilität zusammen", erklärt Thomas Fenzl. "Wer Arbeit hat, muss in der Regel zum Arbeitsplatz fahren." Die verschiedensten Versuche, das Wild von der Fahrbahn fernzuhalten, sind gescheitert. Weder Silberpapier noch CD´s verhindern Wildunfälle. "Wir können nur immer wieder appellieren, die Geschwindigkeit anzupassen", erklärt Fenzl. Und wenn das Wild auf die Straße springt, empfiehlt der Oberkommissar folgendes Handeln: Nicht bremsen, das Lenkrad festhalten und nicht verreißen. "Und wenn nicht anders möglich, dann gegen das Wild fahren", sagt Fenzl. "Besser als gegen den Baum." Ein Wildunfall sollte immer der Polizei gemeldet werden. "Sonst können wir keine Wildschadens-Bescheinigung ausstellen", erklärt Bismarks Revierleiter. Die sei wichtig für die Versicherung.

"Wir empfinden eine Zunahme des Verkehrsaufkommens in der Region", stellt Thomas Fenzl weiterhin fest. Vor allem auf der Landesstraße L15 zwischen Schernikau und Bismark. Da würde sich vor allem auswirken, dass die Region ein "Durchreisebereich" ist. "Ich würde zum Beispiel nie mit dem Fahrrad auf der L15 fahren", erklärt Fenzl. Schwerpunkte für Verkehrsunfälle sind vor allem das Waldgebiet um die Schinner Kreuzung und das kleine Wäldchen zwischen Steinfeld und Kläden. Aber auch die L13 zwischen Späningen und Natterheide.

Bei den Unfallverursachern schneidet die Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren besonders gut ab. "Das ist die Generation, die die Region verlassen hat", erklärt Thomas Fenzl das Phänomen. Ansonsten sind alle, vom Fahranfänger bis zum Rentner, gleichermaßen an den Unfällen beteiligt.