112 Millionen Euro hat der Landkreis Stendal seit 1990 in Schulgebäude gesteckt, weitere 7 Millionen in dazugehörige Sporthallen und 1,3 Millionen Euro in Freianlagen. Der Bedarf bis 2021 liegt bei 26 Millionen Euro.

Stendal l Rund 120 Millionen Euro hat der Landkreis in den vergangenen 23 Jahren in die Schulen investiert, die in seiner Verantwortung liegen. Dazu zählen Sekundar- und Gemeinschaftsschulen, Berufsschulen, Förderschulen und Gymnasien. Derzeit unterhält der Kreis 49 Gebäude und 14 Sporthallen an insgesamt 23 Schulstandorten, berichtete Gudrun Stannull vom Landrats- amt während der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses in der vergangenen Woche.

Nach Havelberg und Osterburg jetzt Stendal und Tangermünde

Zu den jüngsten Großausgaben zählen das Schulzentrum Havelberg, in das 7,1 Millionen Euro flossen, und die Sekundarschule Osterburg mit 4,2 Millionen Euro. Beide Projekte wurden im Vorjahr abgeschlossen. Derzeit hat der Landkreis die Diesterwegschule Stendal und die Brunsbergschule Tangermünde im Fokus, bei denen die energetische Sanierung im Vordergrund steht und in die zusammen 6,5 Millionen gesteckt werden. "Beide Schulen werden während laufendem Betrieb saniert. Das ist schwierig", schätzt Stannull ein. Zum Start ins neue Schuljahr sollen die Arbeiten an den Gebäuden abgeschlossen sein; an den Außenanlagen hingegen wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres gearbeitet.

Trotz der Anstrengungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten, "gibt es noch viel zu tun", macht Stannull deutlich. Den Bedarf bis 2021 bezifferte sie auf 26 Millionen Euro. Schwerpunkte seien Stendal, Tangerhütte, Tangermünde, Bismark und Osterburg. Allerdings, so Stannull, könne der Kreis noch nicht konkret plane, weil "die Förderrichtlinien noch nicht bekannt sind".

Auf dem Gebiet der Schulsanierung viel erreicht

Ausschussvorsitzender Gerd Schlaak (CDU) schätzt ein: "Der Landkreis hat auf dem Gebiet der Schulsanierung viel erreicht." Dabei seien Leuchttürme wie das Berufsschulzentrum Stendal und der Gymnasialstandort Stendal errichtet worden. Widerspruch erntete er von Klaus-Dieter Weiß, der dem Bauausschuss als sachkundiger Einwohner angehört. Zwar habe der Landkreis wirklich vieles getan, aber es habe auch "Fehltritte" gegegen: Schulen seien vom "Keller bis zum Dach saniert, dann aber geschlossen" worden. Schlack hielt dagegen: "Wir haben verantwortungsbewusst saniert. Mit Weitsicht." Die Grundschulen, bei denen Weiß` Kritik wohl ansetze, lägen nicht in Verantwortung des Kreises.