Stendal (wbi) l Vor dem Landgericht in Stendal müssen sich derzeit ein Stendaler und ein Niedersachse, beide 26 Jahre alt, wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Drogenhandels verantworten. In 18 Fällen soll der Stendaler, der sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft befindet, in Stendal mit Rauschgift gehandelt haben. Dem Hannoveraner legt die Anklage nur eine Beteiligung in einem der 18 Fälle zur Last. Im Ermittlungsverfahren sollen sich beide Angeklagte nicht zum Tatvorwurf geäußert haben.

Während der hiesige Angeklagte zum Prozessauftakt aus der U-Haft vorgeführt wurde, fehlte der bis dato auf freiem Fuß befindliche Angeklagte aus Hannover. Die 2. Große Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Dietlinde Storch trennte daraufhin das Verfahren des säumigen Angeklagten ab, sodass nur gegen den gerichtsbekannten Stendaler weiterverhandelt wird.

Wie die Volksstimme erfuhr, soll sich dieser im Zusammenhang mit den Tatermittlungen einer sogenannten Personenfeststellung in Stendal durch Flucht in einem Auto entzogen und eine regelrechte Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert haben. Die habe sich bis in die Landeshauptstadt Magdeburg hingezogen, heißt es. Am 16. Juni steht die Fortsetzung des Verfahrens auf dem Plan.