Stendal l Eigentlich gab es nichts, was es nicht gab. Die Hansestadt Stendal als Veranstalter des 47. Stendaler Rolandfestes hat Wort gehalten, als sie "ein buntes, fröhliches Fest für die ganze Familie" ankündigte. Auf drei Bühnen animierten junge und gestandene Musiker das Publikum nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitsingen. So feierte unter anderem die Gruppe "Nobody knows" mit folklorer Musik durch die Freitagnacht.

Musik, Showspektakel und Budenzauber


Wer es poppiger mochte, konnte sich beim Tanzspektakel von der "Queen of Fame" beschallen lassen. Nein, es war nicht Lady Gaga persönlich, sondern "nur" die "Lady Gaga Tribute Show". Den Besuchern schien`s egal. Der Marktplatz war voll, die Stimmung gut, die Fans begeistert. Dennoch muss eins ganz klar gesagt werden: Hauptattraktion des dreitägigen Treibens war der Deutsch-Rock-Poet Heinz Rudolf Kunze. Er sorgte schon beim Soundcheck für lautstarke Zugaberufe. Die allerdings gab es erst vier Stunden später, fiel aber keineswegs weniger rockig aus.

Fans des mittelalterlichen Treibens waren auf dem Winckelmann-Platz richtig. Drei Tage regierte hier Budenzauber, Gaukelei und lautstarkes Markttreiben. Die Betreiber hoben sich deutlich von den anderen des "modernen" Marktes ab, denn hier wurden natürlich altertümliche Dienstkleidung und Handwerk vorgeschrieben.

Stadt Stendal ist mit Rolandfest zufrieden


Alles in allem ein gelungenes Fest. Dieses Fazit zog das Organisationsteam der Stadt Stendal. "Wir haben knapp 30000 Besucher gezählt", berichtet Nicole Laupsin, Veranstaltungsmanagerin des Roland-Festes. "Das hat unsere Erwartungen weit übertroffen, vor allem am Freitag und Sonnabend. Alle drei Konzertbühnen waren gut besucht und selbst noch am Sonntag kamen sehr viele Besucher in die Stadt. Wir sind wirklich sehr zufrieden." Einzig der Rummel schien in diesem Jahr etwas zu klein geraten, doch Laupsin verspricht: "Da arbeiten wir fürs nächste Jahr dran." Und auch der kurzzeitige Stromausfall, der auf der Bühne am Sperlingsberg alle Lichter ausgehen ließ, war zwar unschön, erzählt Laupsin. "Aber die Menschen haben ganz geduldig gewartet bis es weiterging. Toll."

Fazit nach drei Tagen wilden Feierns: Wer nicht da war, hat`s verpasst.

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