Von Thomas Pusch

Stendal l Verreist war Landtagsabgeordneter Detlef Radke (CDU) schon. "Im Süden", wie er im Gespräch mit der Volksstimme verriet. An Ferien ist für den Landwirt in der kommenden Zeit auch erstmal nicht zu denken. "Ich muss 2,5 Hektar Getreide abmähen", sagte er. Das sei aber nicht schlimm, denn die große Politik ruhe ohnehin bis Mitte August. Mit den ersten Fraktionssitzungen beginne das Landtagsleben wieder, im September steigen die Politiker dann in die Haushaltsvorbereitungen ein. "Wenn ich daran denke, werde ich sicherlich einige Tage in Magdeburg bleiben", rechnet er mit zähen Verhandlungen und langen Abenden. Wichtig seien ihm vor allem die Kommunen und die Landwirtschaft. "Damit die nicht aus dem Auge verloren werden, bin ich 2001 in den Finanzausschuss gegangen", betonte er.

Er gehe aber davon aus, dass das, was für diese beiden Bereiche wichtig und notwendig ist, auch abgearbeitet werde. Zumindest habe es eine derartige Zusage von Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) gegeben. Die Mittel würden zur Verfügung gestellt.

Radke hat festgestellt, dass mittlerweile die Verteilung der Hochwassermittel gut in Gang gekommen sei. Anfangs habe es in dem Bereich noch Schwierigkeiten gegeben, jetzt laufe es im privaten und öffentlichen Bereich.

Sehr erfreut ist er darüber, was im Bereich Weißewarte umgesetzt wird. Da sei er auf offene Ohren gestoßen. Mit einer Förderung von rund einer Million Euro wird die Sanierung der Kreisstraße 1469, die von Tangerhütte durch Weißewarte nach Demker führt, unterstützt. Im Bereich der Ortslage Weißewarte muss die Straße repariert werden. Der Schaden war im vergangenen Jahr nicht direkt durch das Hochwasser, sondern durch das gestiegene Grundwasser entstanden.

Auch der Treueldeich bei Rogätz werde weiterhin stabilisiert. "Damit müsste die Region für das nächste Hochwasser gewappnet sein", meinte er.