Die Würfel sind gefallen, die Bürger der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte haben sich am Sonntag sehr deutlich für Andreas Brohm als neuen Bürgermeister entschieden. Wie die Stadtratsfraktionen und der Wahlsieger am Tag danach in die Zukunft blicken, hat die Volksstimme gestern zusammengetragen.

Tangerhütte l Der neue, 35 Jahre alte Bürgermeister war schon am Wahlabend siegessicher und geht frohen Mutes an die neuen Aufgaben heran. Seinen ersten Arbeitstag im Rathaus wird Andreas Brohm, nach der Feststellung und Bestätigung des Wahlergebnisses, aller Voraussicht nach am 3. November haben. Auch Ehefrau Anna freut sich bereits darauf, den Lebensmittelpunkt der jungen Familie in der jüngsten Stadt der Altmark auszubauen.

"Die Freude über die klare Entscheidung über alle Ortsteile der Gemeinde hinweg ist riesig. Damit verknüpft ist natürlich auch eine Erwartungshaltung. Mir liegt viel daran, diesen Einheitsgedanken mit Leben zu füllen. Wir haben die Chance, uns positiv weiter zu entwickeln, wenn wir uns alle unvoreingenommen und mit allen Fähigkeiten einbringen. Die Chance ist da, jetzt müssen wir sie ergreifen", erklärte Brohm am Tag nach der Wahl.

9635 Wahlberechtigte gab es, 3793 haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Davon bekam Andreas Brohm 2729 Stimmen. Am Wahlabend herrschte bei den verschiedenen Fraktionen im Stadtrat noch einerseits Euphorie, andererseits Enttäuschung vor. Einen Tag danach äußern sich die Fraktionsvorsitzenden des Tangerhütter Stadtrates zur Wahl des neuen Bürgermeisters überwiegend positiv.

Michael Nagler (SPD) sagt: "Wir gratulieren Herrn Brohm als Wahlgewinner und wir werden mit ihm zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass es gleich losgeht, denn wir brauchen dringend den ersten Haushaltsplanentwurf, um für 2015 planen zu können."

Marcus Graubner (CDU) erklärt: "Fairerweise gilt unser Glückwunsch Andreas Brohm. Ich bin aber erschüttert und wir werden in der Fraktion erst noch beraten, wie wir mit dem Wahlausgang umgehen. Wir haben ein gutes Angebot gemacht und die Leute haben entschieden. Es werden Erfahrung und Kompetenz für die Probleme dieser Stadt gebraucht."

Bodo Strube (Die Linke) meint: "Ich habe Herrn Brohm schon am Wahlabend gratuliert. Dass das Wahlergebnis so deutlich ausfällt, hat uns auch überrascht. Ich bin froh darüber, denn es ist eine gute Grundlage, an der Gestaltung der Einheitsgemeinde mit Blick nach vorn zu arbeiten - im Interesse aller Bürger. Er hat eine herausragende Mehrheit bekommen, doch er kann nur dann Dinge verändern, wenn der ganze Stadtrat hinter ihm steht."

Edith Braun (WG Lüderitz) sagt: "Die Fraktion der Wählergemeinschaft Lüderitz gratuliert dem Wahlsieger Andreas Brohm und hofft, dass er seine vielen Wahlversprechen nun zügig realisiert, denn bekanntlich ist Praxis das Kriterium der Wahrheit, woran man gemessen wird."

Rita Platte (WG Altmark Elbe) meint: "Ich habe Herrn Brohm im Vorfeld auch begleitet und war für seine Wahl. Für uns ist es wichtig, dass er auch die Dörfer mitnimmt. Ich wünsche ihm eine gute und sichere Hand für uns alle."

Frank Dreihaupt (UWG Südliche Altmark) erklärt: "Wir gratulieren Herrn Brohm und bieten ihm eine konstruktive Zusammenarbeit an. Wir hätten auch mit dem anderen Kandidaten leben können, wichtig ist, dass die Zusammenarbeit funktioniert und wir alle einen Neuanfang hinbekommen."

Stadtratsvorsitzender Gerhard Borstell sagt: "Ich habe ihm am Wahlabend schon alles Gute zum Wohle der Einheitsgemeinde gewünscht und dass er mit Spaß bei der Sache sein soll. Für mich ist es ein klares Ergebnis, der Wähler hat sich eindeutig entschieden. Herr Brohm wird eine breite Unterstützung in Stadtrat und Verwaltung brauchen, um die Dinge voranzubringen. Ich sehe aber, dass er dazu in der Lage ist."