Seit 20 Jahren gibt es eine Schulpartnerschaft zwischen Sekundarschülern (zunächst in Schönhausen) und litauischen Schülern. Alle zwei Jahre fahren deutsche Schüler gen Osten - nach Schilute.

Tangermünde l Für 13 Schülerinnen und Schüler der Tangermünder Sekundarschule Hinrich Brunsberg startet am heutigen Sonnabend ein kleines Abenteuer. Die Reise führt sie ins litauische Schilute. Dort befindet sich die Partnerschule. "Wir wollen damit wieder einen Beitrag im Rahmen unserer Schulpartnerschaft zwischen Deutschland und Litauen leisten", berichtete kurz vor der Abreise Musiklehrer Andreas Dertz. Weiter sagte er: "Der Kontakt besteht nun bereits seit 20 Jahren."

Mit dieser Schülergruppe startet ein neues zweijähriges Projekt. Diese Mädchen und Jungen aus Klasse 7 und 8 werden jetzt bei litauischen Familien leben und dafür im nächsten Jahr litauische Schüler als Gäste bei sich zu Hause aufnehmen.

Um 6 Uhr startet der Bus heute vor der Schule in der August-Bebel-Straße. "In der polnischen Hauptstadt Warschau legen wir einen Zwischenstopp mit Übernachtung ein. Wir besichtigen die sehr schön restaurierte Altstadt Warschaus und fahren am nächsten Morgen über die polnisch-litauische Grenze um das Gebiet Königsberg herum. Entlang der Memel erreichen wir am Sonntag gegen 17 Uhr unsere Partnerschule in Schilute", erklärte Andreas Dertz den Ablauf der nächsten Tage.

In Litauen angekommen, werden die Kinder von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Am nächsten Tag, also am Montag, steht der Schulalltag im Partnerland im Mittelpunkt. Die Tangermünder werden sich die Schule genau anschauen und am Unterricht teilnehmen. Deutsch wird in Schilute als zweite Fremdsprache unterrichtet.

Zum Abenteuer Litauen gehören aber auch Besuche von Sehenswürdigkeiten. Die Kurische Nehrung und die Hauptstadt Vilnius, das Memeldelta, in dem die Stadt Schilute liegt, wollen die Deutschen besuchen. Auf der Liste der Ausflugsziele stehen zudem die an der Ostsee gelegenen Orte Palanga und Klaipeda (früher Memel). Was darüber hinaus noch geplant ist, wissen die Deutschen noch nicht. Das Programm wird von den litauischen Lehrern zusammengestellt.

Andreas Dertz hat allerdings schon heute den Wunsch, sich zu bedanken: "Wir bedanken uns bei der Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung, ohne deren Unterstützung dieser Schüleraustausch nicht stattfinden würde."