Stendal l Patienten mit einer Mittelohrentzündung oder anderen Erkrankungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich (HNO), die einen operativen Eingriff erfordern, werden seit Kurzem im Stendaler Johanniter-Krankenhaus professionell behandelt.

Im Juli hat das Krankenhaus begonnen, eine neue Abteilung für HNO-Kopf-Hals-Chirugie mit moderner Technik und Behandlungsräumen zu schaffen. Chefarzt der Abteilung ist Dr. Peer-Oliver Philipp. Der gebürtige Hamburger arbeitet schon seit 20 Jahren in Sachsen-Anhalt, zuletzt war er Chefarzt der HNO-Klinik in Haldensleben. "Die Abteilung konnte sich nicht weiterentwickeln, darum bin ich nach Stendal gekommen", sagt der 57-Jährige. Sein Entschluss stand Anfang 2013 fest, seit den 90er Jahren hatte er immer wieder mit Stendaler Ärzten zusammengearbeitet. "Der Austausch mit Kollegen bei fachübergreifenden Behandlungen wie bei Krebs funktioniert hier optimal", erklärt der HNO-Arzt. Im Sommer zog er mit seiner Frau in die Hansestadt. "Ich brauche nur fünf Minuten bis zur Klinik, bin also im Notfall schnell da", sagt er. Derzeit arbeitet neben Philipp eine weitere Ärztin in der Abteilung, vier sollen es in den kommenden Monaten werden.

"Mit der Abteilung in Stendal decken wir zentral ein Gebiet zwischen der Prignitz, dem Havelland und der Altmark ab", sagt der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Ulrich Nellessen. Das verringere Anfahrtszeiten. Der Aufbau der HNO-Abteilung befinde sich noch im Prozess. In Zusammenarbeit mit den Kassen und dem Land werde daran gearbeitet, die Abteilung zu einer hauptamtlichen werden zu lassen. "Bis dahin sind wir trotzdem voll leistungsfähig", sagt Peer-Oliver Philipp.